13.12.2010, 09:54 Uhr | bas
Gehört zur Show von Stevie Starr: Er verschluckt einen lebenden Goldfisch. (Foto: Imago)
Für Dieter Bohlen war von Anfang an klar: „Für mich gibt es kein Finale ohne Stevie Starr“. Für den Liebling von Dieter Bohlen wurde das dritte Halbfinale von "Das Supertalent" allerdings zu einer Zitterpartie: Stevie Starr, der Mann aus Schottland, der den Hals nicht voll bekommt, erhielt nicht die ausreichenden Anrufe, um unbehelligt ins Finale zu rutschen. Dabei hatte RTL mit dieser Nummer tatsächlich ein Highlight der Unterhaltungsbranche zu bieten, und so erhielt er schließlich sein Finalticket von der Jury.
Offene Münder und ungläubiges Staunen gehörten zum Auftritt des schrägen Schotten, der sich einfach alles in den Hals steckte, hinunterschluckte – und auch wieder aus dem Magen heraufwürgte. Doch möglicherweise hatte sich Starr seine Sympathien bei den Zuschauern mit seiner letzten Darbietung verspielt: Bohlen reichte ihm einen lebenden Goldfisch, den Stevie Starr in der üblichen Manier verschluckte, ihn lebend wieder zum Vorschein brachte und in sein Glas zurückspuckte. Bohlen war schier begeistert, Sylvie van der Vaart total geschockt und überzeugte sich immer wieder, ob das orangefarbene Flossentier seinen „Ausflug“ auch gut überstanden hätte.
Doch der Goldfisch gehörte zu den einfachsten Übungen des Schotten: Er verschluckte Luftballons und gleich darauf einen Nagel, mit dem er den Ballon in seinem Bauch zum Platzen brachte. Zur Krönung schluckte er dann noch eine Glühbirne – Licht hat er allerdings nicht damit gemacht, gewundert hätte es allerdings niemanden. Absolutes Staunen erzeugte er, als er ein halbes Glas Zucker hinunterschluckte und ein Gläschen Wasser hinterher kippte. Dann ließ er sich von Bohlen die Hand reichen und ließ dort den staubtrockenen Zucker hineinrieseln. Dieser Mann zeigte wirklich eine runde und gelungene Show, die jeden vom Hocker gehauen haben dürfte. „Der Mann ist ein Weltwunder. Das ist megageil“, lobte Dieter Bohlen voller Begeisterung.
Die Zuschauer riefen an diesem Abend für die „Müllodien“ der musikalischen Schrottschweine „Bubble Beatz“ an und schickten sie auf kürzestem Wege ins Finale. Die Jungs, die mit freiem Oberkörper rhythmisch auf Schrott eindroschen begeisterten also nicht nur die Besucher in der Halle und die Jurorin Sylvie van der Vaart. „Toll, toll, toll“, jubelte Bruce Darnell. Dass van der Vaart auf die Jungs mit den gut gebauten Körpern abfährt, sagte sie ganz offen und ehrlich und lächelte wohlwollend zu ihren Ausführungen über Christian (30) und Kay (31): „Sie haben dem Schrott Leben eingehaucht. Und heiß war die Show ohne die Shirts.“ Um Platz zwei im Finale kämpften die beiden Sänger Michael Hemmersbach (27) und der 30-jährige Michael Holderbusch – auch hier mal wieder beide mit einem harten Schicksal im Hintergrund. Hemmersbach lebte auf der Straße und bringt sich seit Jahren als Straßenmusikant durch. Holderbusch hat eine einfach einzigartige, raue Stimme, aber leider kein ansprechendes Äußeres, keinen Job und keine Freundin. Doch bei dem übergewichtigen, bärtigen 30-Jährigen griff offenbar das „Paul Potts-Prinzip“ – und er schaffte den Sprung ins Finale. Für Straßenmusiker scheint die Zeit bei „Das Supertalent“ vorbei zu sein.
An diesem Samstagabend gingen zwei Sängerinnen an den Start – und man konnte sich kaum entscheiden, welche der beiden das härtere Schicksal ins Rennen führte. Die 43-jährige Manuela Wirth leidet unter Multiple Sklerose und ist an den Rollstuhl gefesselt. Doch trotz der schweren Krankheit lässt sich die Mutter nicht unterkriegen und kämpft für ihren Traum auf der Bühne zu stehen. Und so überzeugte eine selbstbewusste Sängerin in einem tollen, schlichten Outfit, der man ihr Schicksal nicht anmerkte. Und auch Bohlen fand für Wirth nur lobende Worte: „Du bist ein Vorbild und hast den Song brillant gesungen.“ Gereicht hat es leider trotzdem nicht fürs Finale, doch gewiss hat sie vielen Menschen in einer ähnlichen Situation sehr viel Mut gemacht – und gesungen hat die Mutter mit MS einfach wundervoll. Die zweite Sängerin des Abends ist gute 30 Jahre jünger als Manuela Wirth – und bringt doch eine tragische Geschichte mit in die Show: Die schüchterne 15-jährige Josephine Becker sang ihr Lied für ihren Vater, der mit bereits 50 Jahren einen Schlaganfall erlitten hat. Mit der Stimme wollte es allerdings nicht so hinhauen und so fehlten ihr am Ende für das Finale einfach die Anrufer.
Das erste Talent des dritten Halbfinales stellte gleich mal die Show auf den Kopf – es war der Deckenläufer Kai Leclerc. Der einzigartige Artist hängte sich kopfüber an die Decke und brachte den Familien an den Bildschirmen einen entzückenden Weihnachtsgruß in die Wohnzimmer. „Ich fand das einen gelungenen Auftritt zur Weihnachtszeit“, sagte Bohlen. Weniger Optimismus verbreitete Sylvie van der Vaart: “Ich hatte Dich im Casting weiter gelassen, weil ich so etwas noch nie gesehen habe. Aber heute hast Du mich in der Mitte Deines Auftritts verloren“. Verloren hat er auch bei den Zuschauern die er offenbar nicht zum Anrufen begeistern konnte. Schade, denn Deckenläufer Leclerc ist ein nicht alltäglicher Auftritt gelungen – wenn auch zugegebenermaßen etwas mehr Action im Auftritt hätte dabei sein können.
Schon im Casting erschien die 30-jährige Liz Schneider im unschuldigen weißen Kleid. Doch der Beinausschnitt der reizenden Grundschullehrerin war genauso tief wie bei ihrem ersten Auftritt. Und dieser Blickfang lenkte herrlich von dem Gekratze auf dem Cello ab. Während Bruce Darnell und Sylvie van der Vaart ihren Auftritt noch „besser als im Casting“ fanden, drückte Bohlen den Buzzer und urteilte ganz unverblümt: „Das war schlecht gespielt, ohne Gefühl und hier hat nichts gestimmt“. Den Tränen nah verließ Schneider nach diesem Urteil die „Supertalent“- Bühne – und wird sie auch nicht wieder betreten. Ähnlich ergeht es dem Trapezkünstler Anthony Wandruschka, der bei Casting mit seinem vorgetäuschten Absturz für aufgerissene Augen und Atemstillstand bei Jury und Publikum sorgte. Auch beim dritten Halbfinale legte er sich ins Zeug und schaukelte in schwindelerregender Höhe unter der Hallenkuppel. Dieter Bohlen und Sylvie van Vaart waren sich einig: Sie hatten Angst um den Kandidaten, der den Risikofaktor im Laufe seines Auftritts stetig steigerte. „Das war aber keine Steigerung zum Casting“, so Bohlen. Auf jeden Fall haben es aber die besten drei Talente ins Finale geschafft – und in einer woche wird sich dann zeigen, wer sich hier nochmal so steigern kann, dass er die 100.000 Euro Siegprämie einkassieren kann.
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Quelle: t-online.de
Tierfreund schrieb:
am 12. Dezember 2010 um 19:24:53
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Wie krank..
..wie krank ist das denn, muss erst jemand lebendige Fische verschlucken um als Talent durch zu gehen... Ja man sieht wie
talentiert wir Menschen doch sind, die einen talentiert im zerstören und die anderen talentiert um sich solch einen Schrott auch noch anzuschauen.. da schämt man sich Mensch zu sein....
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H. schrieb:
am 12. Dezember 2010 um 18:57:28
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Tierquälerei bin RTL
Wie krank ist das denn bitteschön ??? Ein Tier wird gequält und die Zuschauer sind begeistert . Was ist das für
Unterhaltung ? Hoffe sehr auf eine Anzeige vom Tierschutzbund.
Das ist nicht nur niveaulos, das ist krank und mehr als abartig !
Dieter Bohlen unterstützt Tierquälerei, ärmer gehts wohl nicht mehr !!!
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Django schrieb:
am 12. Dezember 2010 um 18:37:38
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Stevie Starr
Ich sehe die Sendung jeden Samstag wieder gerne.Es sind viele gute Talente dabei aber der Schlucker ist der Hammer. Für mich
war er von Anfang an mein favorite. Klasse Show. Hoffe er gewinnt.
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