22.09.2010, 11:59 Uhr
Tommy (Jacob Matschenz) und Sule (Burak Yigit) sind wie Brüder. Die Clique ist ihre Familie. Doch als Tommy nach sechs Monaten aus dem Knast kommt, ist alles anders... (Foto: Camino Filmverleih)
Tommy (Jacob Matschenz) und Sule (Burak Yigit) kennen sich bereits seit Kindertagen. Die beiden Jugendlichen wirken wie zwei ungleiche Brüder, die kaum einen Tag ohne einander sein können. Nach dem Abschluss der zehnten Klasse hat sich jedoch einiges verändert. Tommy geht in die Oberstufe und möchte sein Abitur machen. Außerdem hat er sich in die hübsche Sina (Aylin Tezel) verliebt, die bereits von einer gemeinsamen Uni-Zeit in der Ferne träumt. Sule hingegen ergatterte zwar einen Ausbildungsplatz, den er aber schon nach kurzer Zeit geschmissen hat. Nun ist er arbeitslos. Trotz der Veränderungen bleiben die Nachmittags- und Abendstunden wie in alten Zeiten: Man trifft sich mit der Clique und genießt das Leben mit Partys, Musik und jede Menge Action. Doch ohne Kohle läuft nichts, also dealen die Jungs mit Gras, um das Taschengeld entsprechend aufzupolstern. Doch eines Tages steht die Polizei vor Tommys Zimmertür und findet einen ordentlichen Batzen Marihuana, der den Jungen auf kürzestem Wege in den Jugendknast bringt.
Tommy sitzt sechs Monate hinter Gittern ab. Etwas Vergleichbares hat er noch nicht erlebt, in Tommys Augen ist es die Hölle auf Erden. Als er nach einer gefühlten Ewigkeit wieder nach Hause darf, hat sich einiges verändert: er möchte sein Leben auf bessere Bahnen lenken, damit er nie wieder ins Gefängnis muss. Aber auch in seinem Umfeld hat sich einiges getan. Sina hat bereits einen neuen Freund, mit dem sie nun Zukunftspläne schmieden kann, Tommys Mutter (Simone Thomalla) ist voller Zorn auf ihren Sohn und droht mit Rausschmiss. Die Höllenfahrt nimmt kein Ende und Tommy findet ausschließlich bei Sule und der Clique Halt. Sule hat begonnen, eifrig an seiner Drogenkarriere zu feilen, mittlerweile kokst er regelmäßig. Er ist überempfindlich und explodiert schnell, was Tommy anfangs entsetzt. Doch Sule ist die einzige treue Seele, die ihm geblieben ist. Der koksende Freund träumt noch immer von der Eröffnung eines gemeinsamen Tuningladens. Um diesen Traum wahr werden zu lassen, müssten sich die Jungs auf einen letzten Big Deal einlassen...
"Bis aufs Blut" ist die Filmdiplomarbeit des jungen Regisseurs Oliver Kienle. Kienle wuchs in Würzburg auf, wo mehr als 60 Jahre lang rund 17.000 Amerikaner stationiert waren. Viele Afroamerikaner rührten die städtische Musikszene auf, auch der Rap drang mehr und mehr in die Jugendkultur ein. Die Vermischung unterschiedlicher Lebensstile hatte sowohl Vor- als auch Nachteile: Viele Kinder wuchsen vaterlos und teilweise ohne Perspektive heran. Diese Schattenseiten werden im Film mit viel Witz, Musik und in dramatischen Szenen beleuchtet. Gerade die jungen Darsteller begeistern durch ihr authentisches Spiel. Jacob Matschenz ("Renn, wenn Du kannst"), Burat Yigit ("66/67 - Fairplay war gestern"), Aylin Tezel, ("Unschuld") und Emanuel Twellmann sind nur einige Ensemblemitglieder. Die Filmmusik ist eindeutig Hip-Hop-lastig: Curse, Kool Savas und auch Samy Deluxe & Afrob sorgen für den passenden Sound. Ansehen!
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

6 Fl. 2010er Condesa Eylo Verdejo + Karaffe für nur 39,- € statt 72,30 €. von Hawesko
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Endlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Volle Kostenkontrolle. von congstar.de
Modische Herrenanzüge von Daniel Hechter für Business und beson-
dere Anlässe. zum Special