21.11.2010, 14:43 Uhr | bas/sgü
Bordell-Betreiber Dirk Bergmann kann ganz schön hoch singen. (Foto: RTL)
Weißer Anzug, goldenes Hemd, strähnige Matte: Das Skurrilitäten-Kabinett von "Das Supertalent" hat einen Neuzugang: Er ist 33 Jahre alt, heißt Dirk Bergmann und ist ein schwuler Bordellbetreiber. Und es wird noch verrückter: Bergmann hat eine glockenhelle Stimme wie ein Engel - und sang am Samstagabend "Ave Maria". Beinahe wären Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaardt und Bruce Darnell die Tränen gekommen. Er kriegte von allen Dreien ein "Ja" - und ist damit einer der letzten 40. Welche Kandidaten es sonst noch in die Live-Shows geschafft haben, erfahren Sie im Video.
Weniger bizarr, dafür umso aufgewühlter war Kandidatin Melissa. Für sie ging ein Traum in Erfüllung. Sie durfte zum ersten Mal ihrem größten Idol, ihrem Schwarm – ja, dem Mann ihres Herzens begegnen. Die verknallte Frau schwärmt bereits seit ihrem siebten Lebensjahr für den Poptitan und könnte sich sogar vorstellen, mit ihm zusammen zu sein. Seine Meinung dazu hatte Melissa allerdings noch nicht eingeholt. Die hübsche Kandidatin konnte leider nicht mit ihrem Gesang punkten, doch ein Lebenstraum erfüllte sich für sie trotzdem: Dieter drückte ihr vor dem Publikum - mitten auf der Bühne - einen dicken Kuss auf die Wange.
Melissa konnte ihr Glück über die Knutscher von Bohlen kaum fassen. Doch ihre selbst erdachte Version von Bata Illics "Micaela", in der sie ihre Liebe zum Pop-Titan besang, konnte sie nicht in die Halbfinalrunde retten. Dicke Tränen kullerten über ihr süßes Gesicht, als sie die Bühne verließ. Doch eine Freundin tröstete die Unglückliche schnell damit, dass ja kaum ein Mädchen von Dieter Bohlen geküsst werde. Melissa war gleich wieder glücklich und wird wohl noch den Rest ihres Lebens den "Bohlen"-Traum träumen. Tränen der Verzweiflung brachte RTL dagegen mal wieder bei der süßen Marie-Rose zum Einsatz. Der Sender beleuchtete das tragische Schicksal der bildhübschen 18-Jährigen, deren Mutter schwer erkrankte und die ihre Tochter trotzdem zum Casting begleitete. Wie sehr hatten in den vergangenen Sendungen diese herzzerreißenden Geschichten rund um die Kandidaten gefehlt! Wie konnte es bei der talentierten und vom Schicksal gezeichneten Marie-Rose auch anders enden als mit einem "Ja" für ihre gesangliche Darbietung?! Nur Bohlen ließ sich von der glockenklaren Stimme nicht täuschen und moserte an der Leistung des jungen Mädchens herum: "Das war nur eine Kopie. Diese Leistung reicht nicht für ein "Supertalent" aus."
Für Bruce Darnell wurde der Samstagabend zu einem Gang zum Schafott: Der Juror musste bei Ryan Lam auf einem Stuhl Platz nehmen und stellte sich dessen Können als Samurai-Kämpfer. Bei Lams erstem Auftritt musste Bohlen seinen Kopf, bzw. seinen Arm hinhalten, während der Asiate mit verbundenen Augen mit dem Rasierklingen scharfen Samurai-Schwert zuschlug. Doch Bruce hielt ihm sogar seinen Kopf hin – und Bohlen hatte das Ganze angezettelt, voller Vorfreude Bruce Darnell leiden zu sehen. Der Moment in dem das Schwert Darnells Kopf sehr nahe kam, ließ den Zuschauer den Atem stocken. Der Juror überlebte breit lächelnd. Als Zuschauer bleibt hier nur zu sagen: Bruce ist unendlich mutig, Und wir freuen uns auf weitere spannende Darbietungen der nun ausgewählten Halbfinalisten. Mögen diese nur allzu oft die Jurymitglieder Darnell, van der Vaardt oder Bohlen bei ihren Vorführungen in die Mangel nehmen!
Kein "Supertalent"-Abend ohne ein vorwitziges, talentiertes und unterhaltsames Kind. Geraldine Broschinski passte ideal in dieses "ach wie ist die süß"-Raster und konnte auch noch ein Talent präsentieren. Ständig lächelnd zeigte sie ihre putzige Zahnlücke und eroberte mit ihrer schönen Stimme die Herzen des Publikums. Doch ihre zarten sieben Jahre katapultierten die kleine Frohnatur dann doch aus der Show. Bernd Weckerle wurde ebenfalls nicht von der Jury durch gewunken, obwohl seine Vorführung als Roller fahrender Jutesack bei Bruce Darnell einen Lachkrampf auslöste. Und das dürfte auch manchem Zuschauer vor der Glotze so gegangen sein – es war wirklich zu urkomisch, wie das kurzarmige Männchen mit den winzigen Beinchen über die Bühne wuselte.
Nach diesen letzten Auftritten wurden schließlich die 40 Teilnehmer der Live-Shows bekannt gegeben - ein Wiedersehen mit tollen, teilweise schon vergessenen Auftritten von grandiosen Talenten. Ab nächste Woche kann es dann richtig losgehen mit der "Supertalent" 2010-Suche. Und ab dann sind auch wieder die Zuschauer gefordert, mit ihren Anrufen für oder gegen talentierte Menschen abzustimmen – über den Kopf des allmächtigen Dieter Bohlen! Wir freuen uns…..
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Quelle: t-online.de
Sven schrieb:
am 21. November 2010 um 17:29:56
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SuTa
Wie immer trennt sich jetzt der Schrott von den Guten, wenn es in die Finalrunden geht und man stellt fest, dass es durchaus ansehnliche
Talente in Deutschland gibt. Ich könnte mich bis jetzt nicht entscheiden :-))
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Jackeline schrieb:
am 21. November 2010 um 17:26:51
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Sahin Scholl
Dieser Mann muss einfach weiterkommen - die Stimme, ein Wunder der Natur.
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Stefan schrieb:
am 21. November 2010 um 17:25:02
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Ich weiß gar nicht...
was viele wollen. GEZ Gebühren kostet es nicht. Wir zahlen diesen Schrott mit allen Produkten die wir kaufen. Ob es
wirklich Talente sind - na ja wollen wir mal hingestellt lassen. Die Einschaltquote stimmt, damit auch die Kohle für RTL aus den Werbeeinnahmen. Aber noch nie hat die Nachfrage (Einschaltquote) so wenig über die Qualtität einer Sendung ausgesagt wie heute. Sie ist eigentlich nur noch ein Gradmesser der immer weiter zunehmenden Verblödung der Gesellschaft. Georg Schramm hat recht!
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