11.10.2010, 10:56 Uhr | CK/sgü
"Das Supertalent": Beim Anblick von Stefan Chone geriet das Publikum in Extase. (Foto: RTL)
"Du siehst aus wie eine Mischung aus Schweinchen Blöd und Hitler": Um in der RTL-Show "Das Supertalent" auftreten zu dürfen, sollte man entweder völlig schamlos, komplett verrückt, bemitleidenswert oder talentiert sein. Die ersten drei Kriterien erfüllte Stefan Chone am Samstagabend vortrefflich - und natürlich brachte er mit seinem Auftritt als Nackt-Tänzer mit Engelsflügeln die Halle zum Beben. Dabei hatte er seine Talentfreiheit bereits im letzten Jahr vorgeführt. Aber Hauptsache, Dieter Bohlen hatte endlich mal wieder eine Gelegenheit, einen seiner berüchtigten bösen Sprüche abfeuern zu dürfen. Gegen den durch die Gegend schwabbelnden Engel wirkten tatsächliche Talente des gestrigen Abend nahezu blass. Die wichtigsten Kandidaten sehen Sie in unserer Foto-Show.
Zu den echten Talenten zählten am Samstag vor allem zwei Super-Sänger: die an Multipler Sklerose leidende Manuela Wirth und der autodidaktische Opernsänger Freddy Sahin-Scholl. Während die im Rollstuhl sitzende Manuela mit ihrer berührenden Interpretation von Natasha Bedingfields "Soulmate" Bruce Darnell die Tränen in die Augen trieb, überzeugte der 56-jährige Freddy mit einem selbstgeschriebenen Opern-Song. Dabei erntete der Karlsruher zunächst irritierte Blicke von der Jury, kündigte er doch an, er werde ein Duett mit sich selbst singen. Und das tat er dann auch: Freddy wechselte nämlich zwischen einer glockenhellen Knabenstimme und einem tiefen Bariton und sang in beiden Tonlagen so bewegend, dass Sylvie van der Vaart seinen Auftritt als "Geschenk" lobte. bescheinigte dem selbstgeschriebenen Song gar, er könne es auf Platz eins der Charts schaffen. Wenn das mal nicht allerhöchstes Lob vom Poptitanen ist! Logisch, dass da sowohl Freddy als auch Manuela weiterkamen.
Kein Ticket für die nächste Runde hingegen bekam Volker Hack, der als Bruce-Darnell-Double die Bühne betrat. Dabei hatte sich der Orthopädie-Schuhmacher mit Herzblut in seine Rolle gestürzt, sich von Kopf bis Fuß schwarz bemalt und sogar gelernt, elegant in High Heels über die Bühne zu stolzieren, um es dem ehemaligen "Topmodel"-Laufsteg-Trainer gleichzutun. Auch den sympathischen Akzent des echten Bruce konnte der Kandidat perfekt nachahmen. Das Publikum amüsierte sich deshalb köstlich – doch Bruce selbst schien seine Kopie etwas unheimlich zu sein, so dass er missmutig urteilte: "Ik glaube, ik kann das besser maken." Ein Bruce war auch seinen Jury-Kollegen genug – und der Doppelgänger musste seinen Hut nehmen.
Überhaupt, die Jury: Die war gestern Abend fast häufiger auf der Bühne zu finden als hinter ihrem Pult. Denn ob auf Scherben laufen oder an der Stange tanzen, Dieter und Bruce wollten einfach alles ausprobieren. Und so stürmten die beiden bei der ansonsten überaus langweiligen Fakirshow von Chamseddine die Bühne und wagten sich in Socken auf die Glasscherben. Die mutige Sylie übertrumpfte ihre männlichen Kollegen sogar noch und traute sich komplett barfuß auf den scharfen Untergrund. Dafür allerdings verzichtete Sylie später aufs Pole Dancing, obwohl die männlichen Zuschauer sie sicher nur zu gerne tanzen gesehen hätten. Stattdessen waren es nur Bruce und Dieter, die sich um die Stange von Kandidatin Jeannine wanden und nach der gelungenen Akrobatik der zierlichen Blondine einen, sagen wir, interessanten Auftritt ablieferten.
Auch die weiteren Auftritte des Abends hatten es in sich: So hüpfte die in Lack und Leder gekleideten Artistengruppe "Acrobat Bikers" auf riesigen Gummi-Kühen und zu Heavy-Metal-Klängen über die Bühne, was Dieter Bohlen zu der Aussage verleitete: "So stell ich mir das Kinderfest bei den Hells Angels vor." Der Kanadier Kai Leclerc hingegen überzeugte die Jury, indem er an die Decke ging: Wie es der Artist schaffte, an der Decke entlang zu laufen und dabei auch noch über Kopf zu jonglieren, bleibt wohl sein Geheimnis – doch es begeisterte Jury und Publikum gleichermaßen. "Das ist das allerbeste bis jetzt", fand Juror Bruce sogar. Doch wie man die "Supertalent"-Macher so kennt, werden sie in den nächsten Shows bestimmt noch eine ganze Menge Trümpfe aufbieten – es bleibt also weiterhin spannend!
Quelle: t-online.de
Kritiker schrieb:
am 10. Oktober 2010 um 16:48:41
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Supertalent
Wer schaut sich so einen Müll überhaupt an ?
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Linus schrieb:
am 10. Oktober 2010 um 16:47:52
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Supertalent
Warum wird sowas nicht offiziel verboten.
Früher gab es für solche Darbietungen eine Anzeige wegen öffentlichen Ärgernisses.
- Mein Gott, ist das ekelhaft -
Kann Deutschland noch tiefer sinken?
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Donfresa schrieb:
am 10. Oktober 2010 um 16:26:12
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Der Schwabbelbauch
stand schon vor 25 Jahren im Chaplin Outfit und mit einer Gitarre,die er absolut nicht spielen konnte,auf einem freien
Platz des Braunschweiger Magnifestes und hat sich lächerlich gemacht. Der Kerl ist einfach nicht tot zu kriegen. Er ist, wie schon beschrieben, völlig schamlos, völlig verrückt und am meisten bemitleidenswert. Mein Mitleid hält sich allerdings in Grenzen. Er ist kein anerkannter geistig Behinderter. Auch wenn es den Anschein hat.
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