28.12.2011, 14:00 Uhr
Gemeinsam mit Eierkopf Humpty Alexander Dumpty und der eleganten Katzendame Kitty Samtpfote will der Gestiefelte Kater die magischen Bohnen erbeuten, um endlich an die Gans zu kommen, die goldene Eier legt. (Foto: Paramount)
Schon lang bevor der Gestiefelte Kater seinen Freunden, dem Oger Shrek und dem Esel, bei der Bewältigung vieler Gefahren treu zur Seite stand, war sein Name bereits in aller Munde. Ein echter Volksheld war der Pelzige einmal, die erste Adresse, an die sich die Geknechteten und Verzweifelten in ihrer Not wandten, wenn keiner mehr helfen konnte. Ruhm und Ehre ließen den Glanz auf seinen Stiefeln hell strahlen, und es hätte noch ewig so weitergehen können, wenn es nach dem Willen des Ritters ohne Fehl und Tadel gegangen wäre. Ist es aber nicht: Ausgerechnet sein bester Freund Humpty Alexander Dumpty hat ihn schmählich betrogen. Seither tigert der Geächtete ziellos durch die Straßen.
Gesetzlose haben das Ruder in der Stadt übernommen. Wo einst katzenhafte Reinlichkeit herrschte, beschmutzt Gesindel die Gassen. Brave Bürger leben in Angst und Schrecken. Für unseren Held naht seine Stunde des Ruhmes. Einmal mehr will er sich zum Rächer aufschwingen, die Stadt von Strauchdieben und Pack befreien. Doch dazu muss er seine ehernen Vorsätze über Bord werfen. Weil er es nicht im Alleingang schaffen kann, die Überzahl der Schurken zu überwältigen, liebäugelt der Held auf hohen Hacken mit einer Versöhnung. Denn sein alter Kumpel Humpty Alexander Dumpty hat mit Kitty Samtpfote einen waghalsigen Plan ausgeheckt: Sie wollen die Gans, die goldene Eier legt, stehlen. Ein Unterfangen, mit dem die beiden schwerlich alleine fertig werden können. Der Gestiefelte Kater schließt sich ihnen an. Unfreiwillig vereint, nehmen die drei alten Freunde den Kampf gegen das Böse auf.
Wohl fast jedes Kind kennt das Märchen des treuen Gesellen, der für seinen Herrn stets den passenden Ratschlag auf Lager hat. "Der Gestiefelte Kater", den Chris Miller ("Monsters vs. Aliens") als buntes Animationsabenteuer über die Leinwand hetzen lässt, hat indes mit seinem Vorbild zwar Stiefel, Pelz und ein couragiertes Kämpferherz gemeinsam, aber damit hören die Ähnlichkeiten auch auf. Die Fellfigur, die wir schon bei ihren aufregenden Erlebnissen mit dem Oger Shrek begleiten durften, ist wahrhaft keine dienstbare Seele. Ausgestattet mit einer echten Kämpferseele, entführt er seine jungen Freunde in seine Vorgeschichte und erzählt dabei eine elementare Weisheit: Ohne Freunde geht es nicht!
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