01.11.2011, 16:56 Uhr | jho/SKO
"Der klügste Deutsche 2011": Michael Buscher, Sebastian Runde und Moderator Kai Pflaume. (Quelle: NDR/Max Kohr)
Das Abstimmungsverfahren per Zuschaueranrufen in der ARD-Show "Der klügste Deutsche" mit Moderator Kai Pflaume vom Samstag sorgt weiter für Ärger. Nachdem der Zweitplatzierte, der Versicherungsfachwirt Michael Buscher (44), dagegen protestiert hatte, dass die Ermittlung des Siegers im Finale per kostenpflichtigen Telefonanrufen des Publikums statt durch einen Wissenstest erfolgte, haben sich im Internet zahlreiche User dieser Meinung angeschlossen. Derweil hat sich auch die Kölner Produktionsfirma in einem Statement geäußert. Anstelle die Gründe für die Entscheidung für ein Telefonvoting zu nennen, wird aber lediglich darauf verwiesen, dass Buscher auf diese Regelung hingewiesen worden sei. Jetzt wollen wir von Ihnen wissen, wie Sie zu dem Abstimmungsverfahren stehen: Telefonvoting okay oder voll daneben? Jetzt mitmachen und rechts abstimmen!
Auf Anfrage von "bild.de" verwies das Erste auf die zuständige Produktionsfirma I & U TV Produktion GmbH & Co. KG in Köln. Diese teilte mit, dass das Auswahl- und Abstimmungsverfahren von 'Der klügste Deutsche 2011' von Anfang an offen und öffentlich kommuniziert worden sei - "nicht zuletzt in dem Mitwirkendenvertrag, den Herr Michael Buscher am 5. Oktober 2011 unterschrieben hat. Herr Buscher war somit darüber informiert, dass ein Telefonvoting am Ende der Finalsendung darüber entscheidet, wer den Titel 'Der klügste Deutsche' tragen darf." Kein Wort dazu, weshalb sich überhaupt für ein Telefonvoting statt für einen Wissens-Duell zur Sieger-Ermittlung entschieden wurde. Für eine dahingehende Anfrage war die Firma für t-online.de bisher leider nicht erreichbar.
Derweil regt sich auch im Internet Protest gegen die Regel. In Internet-Foren und auf der Facebook-Seite der ARD schließen sich Zuschauer Buschers Meinung an und fragen, ob es nicht Privatfernseh-Niveau habe, die Entscheidung über eine kostenpflichtige Telefonabstimmung herbeizuführen. "86 Prozent für denjenigen, der am besten bei den Teenies und den Frauen ankommt. Mit Klugheit hat das überhaupt nichts zu tun", wettert etwa Zuschauer M. Teschke. "Tolle Sendung, aber das Finale war ein kompletter Witz", schreibt R. Burger.
Acht Kandidaten waren in der Finalshow am Samstagabend bei verschiedenen Aufgaben gegeneinander angetreten, bis am Ende nur noch Buscher und der 26-jährige Sebastian Runde übrig blieben. Doch die Siegprämie von 100.000 Euro sollten die beiden nicht in einem weiteren Wissens-Duell untereinander ausmachen. Im Gegenteil, jetzt war plötzlich das Publikum gefragt, das in einer Telefonabstimmung seinen "klügsten Deutschen" küren sollte. Eine Vorgehensweise der ARD, die weder bei Buscher noch bei einigen Zuschauern gut ankam. "Wenn dieses Abstimmungsverfahren vorher bekannt gewesen wäre, hätte ich mich niemals beworben", sagte Buscher nach der Show gegenüber dem Kölner "Express".
Damit nicht genug, steht obendrein auch noch Juror Eckart von Hirschhausen in der Kritik. Er hatte direkt vor Votingbeginn auf den Altersunterschied der Finalisten hingewiesen und darauf, dass Runde sein Wissen demnach in einer wesentlich kürzeren Zeit angehäuft habe als Buscher. Eine Beeinflussung des Publikums durch sein Statement ist somit zumindest denkbar. "Ich finde das eine totale Frechheit, wie Hirschhausen vor der Telefonabstimmung einen Kandidaten empfiehlt", machte Zuschauer S. Kneist seinem Ärger auf der ARD-Facebook-Seite Luft. Letztlich setzte sich der 26-jährige Sebastian Runde mit 86,3 Prozent der Anrufe durch.
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Quelle: t-online.de
Adscher schrieb:
am 1. November 2011 um 19:36:54
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Diplom-Klügster
Da in diesem Land jeder jedem ein "Diplom" ausstellen kann, darf auch jede Plfaume ihren "Klügsten" küren.
Wer da zuschaut,ist selber schuld und fördert über die sogenannte "Quote", die in Wirklichkeit eine hochgerehnete absolute Einschaltzahl ist, dass sich solcher Mist mit Sicherheit noch vermehren wird - und das auch auf meine Gebühren-Kosten! Wer da fragt, wie nach wirklich klugen Zeiten das Mittelalter etstehen konnte, muss nur noch einfach aufpassen, was jetzt komme
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callies schrieb:
am 1. November 2011 um 19:31:11
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voiting
es kann nur eine gerechte beurteilung geben wenn sie dieses durch ihr eigenes wissen bringen. so war es ungerecht. herr hirschhausen
sollte aber auch berücksichtigen, dass auch ältere menschen noch lernen können,oder wird jetzt ein jugenfernsehn gemacht? die nächste sendung sollte einfach unter ausschluss der öffentlichkeit stattfinden. es gibt auch andere gute sender.
mfg callies
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Zero schrieb:
am 1. November 2011 um 19:31:08
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Der klügste Deutsche
Der Pfadfinder war schon ganz toll. Seine Gleichgesinnten in ganz Deutschland standen alle hinter Ihm. Wäre er jetzt
noch Fußballer gewesen, hätte er 99% der Stimmen erhalten. Das Abstimmungsergebnis durch die Zuschauer war meines Erachtens vorhersehbar. Doch wer gibt die Hälfte gern wieder ab?
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