Diese fünf Juristen kämpfen in "Die Anwälte" für Gerechtigkeit. (Foto: dpa)Was zu erwarten war, scheint sich nun zu bestätigen: Die von RTL verkaufte Serie "Die Anwälte" konnte sich auch bei der ARD nicht behaupten. Gerade mal 2,93 Millionen Zuschauer schalteten gestern Abend ein. Immerhin erhielt die Serie damit mehr Zuspruch als noch zu Beginn des Jahres bei RTL, als 2,59 Millionen Menschen einschalteten. Doch das Ziel, vor allem auch die jüngere Zielgruppe anzusprechen, blieb aus. Der Marktanteil bei den 14- bis 19-Jährigen lag mit miserablen 4,1 Prozent - das waren gerade mal 520.000 Zuschauer in dieser Altersgruppe - deutlich unter ARD-Schnitt. Genau diese erste Folge lief allerdings auch schon bei RTL, wo die Serie bereits nach der ersten Episode wieder aus dem Programm flog. Bleibt also zu hoffen, dass sich die Quote in den kommenden Wochen noch steigern wird.
Kai Wiesinger, Hauptdarsteller der Serie, hatte im Januar empört auf die Absetzung von RTL reagiert und vermutet, die Serie sei zu gut für einen Privatsender wie RTL. Barbara Thielen, Film- und Serienchefin des Kölner Senders war jedoch von der Qualität der "Anwälte" immer überzeugt: "Auch wenn die Serie von den RTL-Zuschauern nicht akzeptiert wurde, hat sie es mehr als verdient, dennoch ausgestrahlt zu werden." Dem konnte der ARD-Programmdirektor Struve nur zustimmen: "Wenn sich eine Gelegenheit bietet, eine hervorragend gemachte deutsche Serie wie 'Die Anwälte' zu erwerben, dann sollte man diese nutzen", begründete er den überraschenden Kauf gegenüber dem Online-Medienmagazin "DWDL".
In der Serie geht es um die Fälle, mit der es fünf grundverschiedene Juristen einer Hamburger Kanzlei zu tun bekommen. In den Hauptrollen spielen Wiesinger, Julia Bremermann, Alexander Held, Carolina Vera und Johann von Bülow. Auch privat haben die fünf Anwälte zusätzlich unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen, die sich nicht immer von ihrer Arbeit trennen lassen.