14.10.2009, 12:00 Uhr
Ryder (John Travolta) hat eine New Yorker U-Bahn entführt. (Foto: Sony Pictures)Es scheint ein ganz normaler Morgen zu sein: Walter Garber (Denzel Washington) fährt mit der New Yorker Subway zur Arbeit. Er lässt sich quer durch die Metropolstadt schaukeln, doch in wenigen Minuten wird er selbst dafür verantwortlich sein, dass die Bahnen sicher und zügig ihre Ziele erreichen. Seit Jahren sorgt er gewissenhaft für den fließenden Untergrundverkehr. Mit wachsamen Augen steht er vor einer großflächig beleuchteten Wand, die ihm die Übersicht über den New Yorker Schienenverkehr liefert. Auch an diesem Tag gleitet sein Blick über das bunt markierte Netzsystem. Garber wundert sich auf einmal: Obwohl die Bahn Pelham 123 bereits grünes Licht hat, verharrt sie regungslos mitten in einem Tunnel. Er möchte mit dem Zugfahrer Kontakt aufnehmen, doch dieser sitzt gar nicht mehr an seinem Platz....
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Foto-Show "Die Entführung der U-Bahn Pelham 123"
Walter Garber (Denzel Washington) auf dem Weg zur Geldübergabe. (Foto: Sony Pictures)Garbers Blick erstarrt, als er plötzlich hört, mit wem er es zu tun hat. Statt des erwarteten Zugfahrers ertönt die kühle Stimme eines Geiselnehmers. Ryder (John Travolta) heißt der kaltblütige Mann am anderen Ende der Leitung. Er und seine Komplizen haben sich bestens auf dieses Attentat vorbereitet. Sie fordern eine horrende Summe Lösegeld: eine Millionen Dollar pro Passagier. Wenn man dieser Forderung nicht nachgekommt, soll bereits in einer Stunde der erste Mensch sterben. Garber versucht, gelassen zu bleiben und Ryder zu beruhigen. In der Zwischenzeit wird das FBI eingeschaltet. Ein Fachmann für Geiselnehmer, Lieutenant Camonetti (John Turturro), soll an Garbers Stelle treten. Doch Ryder wird noch ungenießbarer, als er seine Kontaktperson wechseln soll. Die Lieferung des Geldes verzögert sich aufgrund eines Verkehrsunglücks, und Ryder erschießt eiskalt sowohl den Zugführer (Gary Basaraba) als auch einen Polizisten (Sean Meehan), der sich ebenfalls im Bahnabteil befand. Die Lage spitzt sich zu, Ryder fordert, dass Garber das Geld übergeben soll. Der Bahnaufseher hat Angst, fühlt sich jedoch den vielen Geiseln gegenüber verpflichtet. Ein kurzes Telefonat mit seiner Frau soll hoffentlich nicht das letzte sein...
Fahrdienstleiter Walter Garber (Denzel Washington) setzt sich ein, um das Leben der Geiseln zu retten. (Foto: Sony Pictures)Der britische Regisseur Tony Scott ("Der Staatsfeind Nummer 1") - nicht zu verwechseln mit seinem ebenfalls erfolgreichen Bruder Ridley - ist für actiongeladene Thriller bekannt. Sein neuestes Machwerk ist ein Remake des Klassikers "Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123" von Regisseur Joseph Sargent und Drehbuchautor John Godey. Während das Original in New York im Jahre 1974 spielt, in dem es Walter Matthau ("Ein verrücktes Paar") und Robert Shaw („Der Weiße Hai") mit rassistischen Ausfällen und verpönten Homosexuellen zu tun haben, befinden sich die heutigen Hollywood-Größen Denzel Washington ("American Gangster") und John Travolta ("Pulp Fiction") im liberaleren New York City. Politische und gesellschaftliche Themen werden bei der Neuverfilmung weniger behandelt, im Fokus stehen vielmehr Spannung, Action und Gefühl.
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