29.09.2011, 07:31 Uhr
Robin Wright (li.) und James McAvoy in Robert Redfords "Die Lincoln-Verschwörung" (Foto: Tobis)
Gerade erst ist der Krieg zwischen den Nord- und Südstaaten unter großen Verlusten zu Ende gegangen, da wird der zerbrechliche Frieden Amerikas durch ein schreckliches Attentat erschüttert. Während des Besuchs einer Theatervorstellung wird Präsident Abraham Lincoln ermordet. Der Täter ist schnell gefasst, doch schon bald wird klar: Dies war nicht das Werk eines Einzelnen. Der hinterhältige Akt ist Teil einer weitreichenden Verschwörung, welche die gesamte Regierung treffen und den besiegten Süden des Landes rächen soll. Kriegsminister Edwin Stanton (Kevin Kline) sieht deshalb nur eine einzige Möglichkeit, die Stabilität der Vereinigten Staaten wieder herzustellen: Alle Schuldigen müssen gefunden und in einem Eilverfahren von einem Militärgericht verurteilt werden.
Die Mittäter des brutalen Anschlags werden bereits kurze Zeit später aufgespürt. Mary Surratt (Robin Wright), eine Witwe, deren Sohn als Einzigem die Flucht gelungen ist, wird ebenso festgenommen. Sie führt im Süden eine Pension, in der einige der Attentäter gewohnt haben. Gemeinsam mit den sieben Männern wird sie der Kollaboration beschuldigt und angeklagt. Auf Bitten seines Mentors übernimmt ein junger Kriegsheld der Nordstaaten, Frederick Aiken (James McAvoy), widerwillig ihre Verteidigung. Unter seinen Freunden und Kameraden stößt er damit auf Unverständnis und Ablehnung. Auch der unerfahrene Anwalt ist anfangs von der Schuld seiner Mandantin überzeugt. Will er jedoch Mary Surrat vor der Hinrichtung bewahren, muss er erst einmal herausfinden, wer diese Frau wirklich ist - eine liebende Mutter, die nur ihren Sohn schützen will, oder eine raffinierte Verschwörerin ohne Gewissen?
Mit seinem packenden Politthriller "Die Lincoln Verschwörung" gelingt Regisseur und Oscarpreisträger Robert Redford ("Von Löwen und Lämmern") ein Geniestreich. Denn er entwickelt nicht nur eine fesselnde, intelligente Handlung, die auf der amerikanischen Geschichte beruht und in der die Hauptdarsteller James McAvoy ("Wanted") und Robin Wright ("State of Play - Stand der Dinge") brillieren. Gleichzeitig nutzt er die authentische historische Kulisse, um sehr aktuelle Themen zu verhandeln, die insbesondere nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 hochbrisant sind. So thematisiert er die Frage nach der Verteidigung der verfassungsmäßigen Rechte eines jedes Menschen im Amerika des 19. Jahrhunderts, die auch im Hier und Jetzt wieder gestellt werden muss.
Kinostart: 29. September 2011
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Quelle: t-online.de
Theodore schrieb:
am 29. September 2011 um 18:02:23
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Die Lincoln Verschwörung
Endlich kommt seit langer Zeit wieder ein Film in die Kinos mit realem Hintergrund in dem es vordergründig nicht
um eine Liebesgeschichte a la Caprio/Winslet geht sondern um gelebte Geschichte. Nach all den gefloppten Remakes und Herz-Schmonzetten der letzten Jahre in denen zweitklassige SerienschauspielerInnen Millionengagen erzielen konnten schafft es die Filmindustrie doch noch mich auf meine alten Tage ins Kino zu kriegen. Danke Mr. Redford.
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