06.12.2011, 15:40 Uhr | LS / teleschau / dapd
In "Der Fall Matula" wird dem Detektiv der Mord an einem verdeckten Ermittler zur Last gelegt. (Quelle: ZDF)
300 und 30 - das sind die Zahlen, die Fans der ZDF-Krimiserie "Ein Fall für zwei" zurzeit beschäftigen. 300 ist die Nummer jener Folge, nach der Claus Theo Gärtner als Detektiv Matula 2013 aussteigen will. 30 ist die Zahl des Jubiläums, das der Seriendauerbrenner am 9. Dezember um 20.15 Uhr mit einer Jubiläumsfolge feiert.
"Der Fall Matula", so der Titel der Jubiläumsfolge, spielt in der etwas ungelenk dargestellten Frankfurter HipHop-Szene. Darin wird Matula - wie schon in Folge eins - verhaftet. Dem stets am Rande der Legalität Ermittelnden wird der Mord an einem verdeckten polizeilichen Ermittler zur Last gelegt. Blöd, dass der Tote ausgerechnet in Matulas Loft aufgefunden wurde. Anwalt Dr. Lessing (Paul Frielinghaus) schlüpft alsbald in den Kapuzenpulli, um im Matula-Style zu ermitteln und dessen Unschuld zu beweisen...
Begonnen hatte die Erfolgsgeschichte von "Ein Fall für zwei" 1981. Damals ermittelte Matula und mit dem Anwalt Dr. Renz, 60 Folgen lang dargestellt vom 1999 verstorbenen Schauspieler Günter Strack. Der machte 1988 Schluss und wurde durch Rainer Hunold (90 Folgen) ersetzt. 1997 folgte Mathias Herrmann (33 Folgen). Dann kam im Dezember des Jahres 2000 mit Paul Frielinghaus "der Neue", der, sollte er bis zur 300. Folge durchhalten, auf 117 Einsätze käme. Rekord als Matula-Sidekick!
Claus Theo Gärtner kann darüber nur lachen. Er steht in der Jubiläumsfolge zum 280. Mal im Rampenlicht und ist es längst gewohnt, von allen mit Herr Matula angesprochen zu werden. Die Rolle des Frankfurter Privatdetektives ist zu seinem Markenzeichen geworden, die Lederjacke zum Markenzeichen Matulas. Dass er bei tätlichen Auseinandersetzungen fast immer etwas abbekommt, gehört genauso zum Prinzip der Serie wie die chronische Geldknappheit des Ermittlers.
69 Jahre wird Claus Theo Gärtner alt sein, wenn im Sommer 2012 die 300. Folge von "Ein Fall für zwei" gedreht wird. Wenn sie 2013 ins Fernsehen kommt, will der Schauspieler mit seiner 36 Jahre jüngeren Frau im zum Wohnmobil umgebauten LKW auf der Panamericana-Route von Alaska nach Feuerland unterwegs sein. So seine Planungen. Wie der Ausstieg Matulas aus "Ein Fall für zwei" vollzogen wird, ist natürlich noch ein Geheimnis. Man wünsche sich aber einen "heiteren Abschied", war zu lesen.
Über eine Einstellung der Serie denkt das ZDF nach eigenen Angaben nicht. Am 30. Dezember 2011 plant der Sender eine lange "Ein Fall für zwei"-Nacht. Ab 23.00 Uhr wird Claus Theo Gärtner in fünf Folgen als Privatdetektiv Josef Matula in der Mainmetropole Frankfurt zu sehen sein.
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Quelle: t-online.de
Hanno schrieb:
am 7. Dezember 2011 um 10:45:44
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Matula
Er hat`s doch richtig gemacht. Ist seiner Rolle treu geblieben und hat damit gut gelebt. Viele Seriendarsteller fühlen sich ja
irgendwann zum ganz GROßEN Schauspieler berufen und scheitern kläglich. Insofern "Matula", freu Dich des Lebens, bleib gesund und erfüll Dir Deinen Traum mit Deiner Frau im Wohnmobil durch die Gegend zu gondeln:-)
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Lara schrieb:
am 7. Dezember 2011 um 10:42:33
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@ernie
oooooch nööööööööööö ernie, was sollte DAS denn geben? Ein Fall für Zwei ist eben auch so eine Serie, die mehr oder
weniger vom Detektiv Matula lebt. Die Anwälte konnten zwar wechseln, aber nicht Matula:-) Ich würde keinen "verkappten Jüngling" dort sehen wollen, nur weil das ZDF es mal wieder nicht schafft, eine Serie mit den "verlorenen" Hauptdarstellern auch ganz einzustellen. Lieber produzieren die erst teuer, um dann zu merken, dass das KEINER will:-)
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Ätzbarde schrieb:
am 7. Dezember 2011 um 06:49:34
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Die guten Ansätze der Reihe..
...waren überaus zeitgebunden! Anfang der 80er eben, als Schimi, der Fahnder und Matula das Licht der Welt
erblickten! Generell sind diese Charaktere nicht auf das 21.Jahrhundert übertragbar, da sie noch aus einer Zeit stammen, als man an einem schlechten Tag schlimmstenfalls ne blutige Nase bekam, abends seinen Frust an der Frittenbude um die Ecke runterwürgte und am nächsten Morgen leicht verkatert zur nächsten Schicht erschien. Keiner von diesen aufrechten Jungs würde heute überleben!
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