25.03.2010, 15:59 Uhr | mth/kranki
Jonathan Rhys Meyers und John Travolta in "From Paris With Love" (Foto: Universum)
Wenn die beiden Actionspezialisten Luc Besson und Pierre Morel zusammenarbeiten, dann kommt dabei in jedem Fall ein höchst explosives Leinwand-Spektakel heraus. Das haben sie bereits mit dem adrenalinhaltigen Thriller "96 Hours" bewiesen, in dem sie Liam Neeson als enthemmten Racheengel auf der Suche nach seiner entführten Tochter halb Paris in Schutt und Asche legen ließen. Die andere Hälfte der Stadt der Liebe nehmen sie sich nun in ihrem neuesten Film "From Paris With Love" vor.
An der Seite von Jonathan Rhys Meyers darf dieses Mal John Travolta den auf Krawall gebürsteten Psychopathen mimen, der mit süffisantem Lächeln und einem lässigen Spruch auf den Lippen für jede Menge Chaos sorgt. Dass dabei die atemberaubende Spannung von "96 Hours" nicht ernst zu nehmendem Action-Klamauk weicht, ist zwar nicht unbedingt von Vorteil, den recht hohen Unterhaltungswert des Streifens kann das aber nur geringfügig schmälern.
Und darum gehts in "From Paris With Love": James Reese (Jonathan Rhys Meyers) ist ein ehrgeiziger junger Agent, der – getarnt als Assistent des US-Botschafters in Paris – jedoch ein eher ruhiges Dasein führt. Das ändert sich schlagartig, als ihm für einen neuen Fall sein ausgebuffter Kollege Charlie Wax (John Travolta) zur Seite gestellt wird. Und der ist ein waschechtes Enfant terrible: Löcher in den Ohren, behängt wie ein Zuhälter und mit einem Mundwerk, das schon alleine einen Waffenschein benötigt, wirbelt er das geordnete Dasein Reeses mächtig durcheinander. In Nullkommanix verwandelt Wax ein Chinarestaurant in einen Hexenkessel und schießt sich mit dem jungen, noch unerfahrenen Agenten von einem Desaster ins nächste. Zunächst auf die Spur von Drogenhändlern angesetzt, erweist sich ihr Fall dabei rasch als hochbrisant: Ein Gipfeltreffen soll das Ziel eines Terroranschlags werden und Reeses schöne Freundin Caroline (Kasia Smutniak) scheint darin verwickelt zu sein.
Nach einer Story von Luc Besson hat Adi Hasak das Drehbuch verfasst, das Pierre Morel mit John Travolta und Jonathan Rhys Myers in den Hauptrollen in Szene setzt. Und wie immer ist da, wo Besson drauf steht, auch Besson drin. Und das heißt: Wer Tiefgang und eine wendungsreiche Geschichte verlangt, ist hier genauso falsch wie Liebhaber gepflegter Romantik. Gelungen ist "From Paris with Love" dagegen als Action-Reißer, der genau das Crash-Boom-Bang-Feuerwerk entzündet, das der geneigte Fan erwartet. Mit anderen Worten: Popcorn-Kino vom Feinsten!
mth/kranki
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