31.03.2011, 09:45 Uhr | mth
Mario Adorf als Bierbudenbesitzer Baldu in "Gegengerade" (Foto: Sabotakt)
Der FC St. Pauli ist der alternative Kultclub der Fußball-Bundesliga. Mit "Gegengerade" wird das Geschehen rund um das Millerntor-Stadion jetzt auch im Kino ausgiebig gewürdigt. Dabei ist Regisseur Tarek Ehlail mit seinem zweiten Spielfilm eine ungeschönte, ruppige und absolut authentische Milieustudie um den Kiezverein und seine Fans gelungen. Mit großer Starbesetzung und ohne eine einzige Szene vom grünen Rasen werden hier viele kleine Geschichten rund um das entscheidende Spiel des FC. St. Pauli um den Bundesliga-Aufstieg zu einer fesselnden Kollage miteinander verknüpft.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die drei völlig unterschiedlichen Freunde Magnus (Timo Jacobs), Kowalski (Denis Moschitto) und Arne (Fabian Busch), die die Liebe zu ihrem Verein miteinander verbindet. So arbeitet Arne an einer Dokumentation über den FC St. Pauli und seine Fans. Und während der aus reichem Elternhaus stammende Magnus sich mit den gehobenen Ansprüchen seiner ehrgeizgien Freundin (Natalie Avelon) herumplagt, hat Kowalski sehr viel ernstere Probleme: Staatsanwalt Stiller (Dominique Horwitz) hat den St.-Pauli-Ultra im Verdacht, als Brandstifter für das Abfackeln von Luxuslimousinen auf dem Kiez verantwortlich zu sein. Am Tag des entscheidenden Fußballspiels soll der Zugriff erfolgen. Die Lage eskaliert...
In "Gegengerade" prallen nicht nur randalierende Fußballfans auf prügelnde Polizisten, sondern auch der Kiez auf den Kapitalismus. Immobilienhai Koritke (Moritz Bleibtreu), der Chef von Magnus' Freundin, will das Kultviertel St. Pauli weiter für die Reichen und Schönen Hamburgs erschließen. Auf der anderen Seite repräsentiert Kioskbesitzer Baldu (Mario Adorf) die gute Seele des Kiez, die den Veränderungen äußerst kritisch gegenübersteht. Zwischen diesen Polen, zwischen Hafenstraßen-Anarchismus und Law-and-Order-Parolen, zwischen Punks und Ordnungskräften positionieren sich die unterschiedlichsten Charaktere, ehe es zum Finale vor dem Stadion zur Katastrophe kommt...
Kinostart: 31. März 2011
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Quelle: t-online.de
Patrick schrieb:
am 3. April 2011 um 22:31:19
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St.Pauli
Wie "toll" die St.Pauli Fans sind hat man eben erst gegen Schalke gesehen...
90 % Stadiontouristen die auf Ihrem Trip 500 Km.aus
der Provinz nach HH sich mal schnell den St.Pauli Totenkopf-Sweater holen,EINMAL ans Millerntor gehen und dann zuhause auf coolen Anarcho machen..
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