13.10.2010, 09:00 Uhr | Krankikom/SKO
Straßburg 1772, Zeit des Sturm und Drang: Der junge Goethe (Alexander Fehling) versucht sich mit eher mäßigem Erfolg als Dichter zu etablieren und vernachlässigt darüber sein Jurastudium. Als er schließlich durch das Examen fällt, schickt ihn sein Vater (Henry Hübchen) als Referendar an das Reichskammergericht in Wetzlar. Dort arbeitet der junge Dichter unter dem strengen Gerichtsrat Kestner (Moritz Bleibtreu), der ihm zunächst das Leben schwer macht. Als dieser jedoch erkennt, dass durchaus Potenzial in dem jungen Mann steckt, wird der Umgang zwischen Vorgesetztem und Referendar freundlicher. Und als Goethe schließlich in seinem Kollegen Jerusalem (Volker Bruch) einen Freund findet, kann er sich langsam auch mit seinem Exilanten-Dasein anfreunden.
Auf einem Fest lernt Goethe die hübsche Lotte Buff (Miriam Stein) kennen, mit der er zunächst in Streit gerät. Bei späteren Begegnungen entdeckt der junge Dichter jedoch seine Zuneigung zu dem wortgewandten Fräulein, und nach einigem Zögern muss auch Lotte sich eingestehen, dass sie für Goethe ebenso empfindet.
Noch während sich eine zarte Liebe zwischen den beiden entfaltet, ergeben sich unüberwindliche Hindernisse: Auf Wunsch des Vaters willigt Lotte in die Ehe mit einem anderen Mann ein, verheimlicht Goethe dies aber zunächst. Nur durch Zufall erhält er Kenntnis vom Ende seines Liebesglücks. Entsetzt muss er erfahren, dass es ausgerechnet Kestner ist, dem Lotte die Hand reichen wird. Die Reaktion des Dichters auf diesen Schicksalsschlag soll schwerwiegende Konsequenzen haben.
Zu Recht stand zu befürchten, dass Regisseur Rudolph Stölzl sich mit der Verfilmung der Jugendjahre von Dichterfürst Johann Wolfgang Goethe, eventuell einen Bärendienst erweisen könnte. Glücklicherweise hat er die richtige Mischung aus biografischem Ernst und lockerer Erzählweise gefunden, damit die Geschichte weder hoffnungslos antiquiert noch als zu nachlässig interpretiert erscheint. Literaturpuristen werden zwar nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen, aber das normale Kinopublikum darf sich unter Garantie mehr als gut unterhalten wissen.
Krankikom/SKO
Badische Hausfrau schrieb:
am 13. Oktober 2010 um 13:03:03
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Film über Goethe
Ich werde mir den Film bestimmt ansehen. Im Leben von Goethe gab es genug Turbulenzen, um mehrere Filme zu machen. Ich warte schon auf den nächsten.
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