27.01.2011, 12:17 Uhr | kranki
Plakatmotiv zum Film "Hereafter - Das Leben danach" (Foto: Warner Bros.)
Drei Menschen, drei Begegnungen mit dem Tod: TV- Moderatorin Marie Lelay (Cécile de France) und ihr Liebhaber (Thierry Neuvic) werden in ihrem Urlaub in Thailand von einem verheerenden Tsunami überrascht und von der Flutwelle mitgerissen. Kurz vor Eintritt des Exitus' hat Marie eine Vision vom Jenseits, die sie mit tiefem Frieden erfüllt. Doch dann wird sie zurück ins Leben geholt, das sich von diesem Moment an schlagartig ändern soll.
Fabrikarbeiter George (Matt Damon) versucht, ein normales Leben zu führen, aber seine besondere Gabe, mit dem Jenseits Kontakt aufnehmen zu können, und sein Bruder Billy (Jay Mohr), der aus diesem Talent Profit schlagen will, lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. In London verliert Marcus (Frankie McLaren) seinen Zwillingsbruder Jason (George McLaren) durch einen Autounfall, und weder seine drogenabhängige Mutter Jackie (Lyndsey Marshal), noch seine Pflegeeltern können den verzweifelten Jungen trösten.
Marie nimmt sich eine berufliche Auszeit und reist auf der Suche nach einem neuen Lebenssinn in die Schweiz, wo sie Kontakt mit einem renommierten Jenseitsexperten aufnimmt. Das Gespräch mit ihm lässt die bereits aufkeimenden Zweifel an ihrem bisherigen Lebenswandel weiter wachsen. George versucht indes, aus seiner selbst gewählten Isolation zu treten und schreibt sich für einen Kochkurs ein. Die Begegnung mit der schüchternen Melanie (Bryce Dallas Howard) weckt neue Hoffnung in ihm, dabei birgt auch sie ein dunkles Geheimnis. Marcus wiederum bestiehlt unterdessen seine Pflegeeltern, um Geld für vermeintliche Hellseher aufzubringen, die für ihn den Kontakt mit seinem verunglückten Bruder aufnehmen sollen. Er wird enttäuscht: ein Gespräch mit Jason, den er stets als Vorbild gesehen hat, bleibt ihm verwehrt. Der Zufall will, dass sich die Wege von Marie, George und Marcus auf einer Londoner Buchmesse kreuzen. Ein schicksalhafter Moment für jeden von ihnen.
Dass eine Auseinandersetzung mit dem Jenseits zwar durchaus tiefsinnig und spirituell, jedoch nicht zwangsläufig fantastisch oder gar unrealistisch sein muss, beweist Hollywood-Urgestein Clint Eastwood mit seinem neuen Film "Hereafter". Frei von sentimentalem Pathos, aber nicht emotionslos, setzt sich der Film auf bewegende Weise mit einer der tiefgründigsten Fragestellungen des Lebens auseinander. Dabei auf eine pauschale Antwort zu verzichten, macht den Film noch sehenswerter.
Kinostart: 27. Januar 2011
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Quelle: t-online.de
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