08.02.2012, 13:17 Uhr
Jill (Adam Sandler) und Jack (Adam Sandler) sind Zwillinge. Äußerlich fast zum Verwechseln ähnlich, sind sie innerlich grundverschieden, und das macht ihr jährlich stattfindendes Treffen umso explosiver. (Foto: Sony)
Jack Sadelstein (Adam Sandler) hat einen tollen Job, eine liebende Frau (Katie Holmes) und wunderbare Kinder. Er führt ein Leben, mit dem er glücklicher kaum sein könnte - zumindest 364 Tage im Jahr. Regelmäßig an Thanksgiving verwandelt sich für ihn alles jedoch in einen echten Albtraum, wenn sich seine Zwillingsschwester Jill (Adam Sandler) für ihren traditionellen Familienbesuch ankündigt. Als Kinder sahen die beiden einander nicht nur ähnlich. Sie hielten zusammen wie Pech und Schwefel, verbrachten ihre Zeit am liebsten zu zweit und fühlten sich durch ein besonderes Band miteinander verknüpft. Mit den Jahren ist eben jenes immer dünner geworden, und mittlerweile scheint es vollständig durchtrennt zu sein. Längst schon kann Jack sich nicht mehr auf seine Schwester freuen. Er will ihren Besuch nur noch überstehen - irgendwie!
In diesem Jahr ist das noch schwieriger als gewöhnlich. Denn Jill bleibt nicht nur ein paar Tage, sondern quartiert sich bis Hanukkah in sein Haus ein, um alle Vorzüge genießen zu können, die Los Angeles bietet, und endlich einmal Zeit mit ihrem Zwillingsbruder zu verbringen. Das kann natürlich nur im Chaos enden. Als wäre das alles aber nicht schlimm genug, muss Jack sich darüber hinaus beruflich mächtig ins Zeug legen. Für seine Werbefirma soll er nämlich niemand Geringeren als Al Pacino für einen Fernsehspot gewinnen. Der macht allerdings nicht den Eindruck in der besten Verfassung zu sein, sondern eher kurz vor einem Nervenzusammenbruch zu stehen - bis er Jill kennenlernt und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf...
An Komödien mit Adam Sandler ("Meine erfundene Frau") scheiden sich die Filmgeschmäcker. Für die einen gibt es nichts Witzigeres, als dem amerikanischen Schauspieler beim Stolpern durch diverse Fettnäpfchen zuzusehen. Für die anderen ist sein Humor nur albern und kindisch. Auch für "Jack und Jill" von Regisseur Dennis Dugan ("Kindsköpfe") sollte man deshalb nicht unbedingt ein Sandler-Hasser sein, denn hier gibt es den bekannten Komiker gleich in einer Doppelrolle - als erfolgreicher Werbefachmann Jack und dessen Zwillingsschwester Jill. Was nicht unbedingt nach Unterhaltung auf höchstem Niveau klingt, wird dank Al Pacino ("Ocean's Thirteen") in der Rolle des Medienstars Al Pacino und Adam Sandlers Fähigkeit zur Selbstironie ein Kinoabend mit Augenzwinkern.
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