09.11.2011, 10:25 Uhr
Auftragskiller Danny (Jason Statham) will seinen Job als Söldner an den Nagel hängen. (Foto: Concorde)
Irgendwo in Mexiko im Jahr 1980: Danny (Jason Statham) und sein Freund und ehemaliger Mentor Hunter (Robert De Niro) stehen kurz davor, einen weiteren heiklen Auftrag zum Abschluss zu bringen. Ihr Beruf ist Söldner, Töten gegen Geld ist ihr Geschäft. Zum Team gehören noch Davies (Dominic Purcell), ein echter Draufgänger, sowie der Technikexperte Meier (Aden Young), dem keiner in die Karten schauen kann. Während sie auf ihr zu eliminierendes Ziel warten, lassen Danny und Hunter ihre bisherige Laufbahn gedanklich Revue passieren. Endlich ist der Augenblick da: Ein Konvoi aus zwei Wagen schiebt sich in das Blickfeld der Männer. Von da an gilt nur noch, präzise zielen und den Tatort sauber und unerkannt verlassen. Aber als Danny in einem der Fahrzeuge ein Kind erblickt, versagt sein Killerinstinkt zum ersten Mal in seiner Laufbahn. Sein Zögern bringt ihm einen Streifschuss ein. Hunter schafft seinen Kumpel aus der Gefahrenzone, aber für Danny ist von dem Zeitpunkt an Schluss mit dem blutigen Geschäft...
Danny kehrt dem eingeschworenen Zirkel der harten Truppe den Rücken und wagt einen kompletten Neuanfang. Er zieht sich auf eine idyllische Farm im Yarra-Tal zurück, heiratet dort seine Jugendliebe Anne (Yvonne Strahovski) und glaubt, mit seiner Vergangenheit endgültig abgeschlossen zu haben. Doch dann erhält Danny einen makabren Gruß. Es sind Fotos, die Hunter als Gefangenen zeigen. Für den jungen Mann gibt es kein Zögern: Er holt seinen alten Freund da raus. Ein "Agent" (Adewale Akinnuoye-Agbaje) vermittelt die notwendigen Kontakte und die Hintergrundinfos zur Mission, die Danny auszuführen hat - immerhin ein Auftrag, vor dem Hunter gekniffen hat. Kein Wunder, geht es doch um nichts Geringeres als um drei Soldaten des Special Air Service, die eliminiert werden sollen...
Die Vorlage eines derart reißerischen, haarsträubenden Drehbuches, wie es dem Actionstreifen "Killer Elite" zugrunde liegt, wäre wahrscheinlich nie mit einem großen Budget oder gar der Spitze der Darsteller realisiert worden, wenn diese irrwitzige Geschichte nicht auf Augenzeugenberichten beruhte. Der Ire Gary McKendry nahm sich für sein Regiedebüt den autobiografischen Roman "The Feather Man" von Ranulph Fiennes, einem Insider, der lange in der Welt der Söldner und Geheimdienste operierte, zur Brust und entwickelte daraus einen sehr solide gemachten Spannungsthriller, der durch makellose Detailarbeit überzeugt. Nicht Effekte und verbrannte Erde dominieren den wirklich sehenswerten Erstling, sondern die realistische Darstellung der Arbeitsweise der Todesspezialisten bei ihren Einsätzen. Dazu ein immer noch brillant kühler Robert De Niro in prekärer Zwangslage, sowie Clive Owen und Jason Statham auf Adrenalin - das ist cool kalkuliert und hebt sich wohltuend aus dem übersatten Angebot der Martial Arts Produkte hervor.
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