16.06.2011, 13:25 Uhr
1996 trat Vitali als erster der beiden Brüder Klitschko seine Profikarriere im Boxsport in der Schwergewichtsklasse an. Knapp drei Jahre später gewann er das erste Mal den Kampf um die Weltmeisterschaft. Lediglich ein weiteres Jahr verging, bis auch der jüngere Wladimir nachzog, indem er sich am 14. Oktober 2000 den WBO-Titel für weitere drei Jahre sicherte. Seither ging es im wahrsten Sinne "Schlag auf Schlag" für die Boxbrüder - immer steil nach oben. Erst eine Verletzungspause konnte Vitalis Siegeszug 2005 vorläufig stoppen, während der jüngere Wladimir sich nach einem Jahr der Niederlagen mit neuer Hochform in sein Comeback als Titelverteidiger stürzte.
Eine Laufbahn wie die der Klitschkos hat es bisher im Boxsport nicht gegeben. Auch wenn die beiden Kolosse im Ring eine völlig unterschiedliche Kampftechnik nutzen, verlaufen ihre Erfolgslinien nahezu synchron. Genauso harmonisch zeigt sich auch ihr Leben abseits der Titelkämpfe. Die Brüder gelten als intellektuellste Boxer aller Zeiten, sie beherrschen vier Fremdsprachen und haben einen Doktorabschluss in Philosophie und Sportwissenschaften. Zudem zeigen sich die Champions äußerst engagiert für die Belange Bedürftiger: neben einer Stiftung in ihrem Heimatland sind Vitali und Wladimir auch Botschafter für UNESCO. Selbst für den Film glänzten sie schon um die Wette. Was immer dieses Power-Pack anfasst, es scheint zu Gold zu werden. Nur eines versprechen sie nie zu tun, nämlich gegeneinander kämpfen.
In den alten Zeiten der Sagen und Legenden wäre den Boxern Vitali und Wladimir zumindest der Status von Halbgöttern garantiert gewesen. Den Mythos "Klitschko" bringt uns der Filmemacher Sebastian Denhardt ("Das Wunder von Leipzig - Wir sind das Volk") als Ergebnis einer zweijährigen intensiven Recherche nahe. So zeigt das Sportepos neben den spektakulären Ring-Siegen der beiden Ausnahmesportler auch einen sehr persönlichen Einblick in die Mentalität der Champions. Dass die Boxer auch im Film eine gute Figur machen, beweisen ihre Auszeichnungen mit dem Bambi und der Goldenen Kamera, Wladimir konnte bereits in den erfolgreichen Komödien "Keinohrhasen" sowie "Zweiohrküken" von Til Schweiger sein Talent für die Leinwand zeigen. Charlie Chaplin tat es schon, Alfred Hitchcock auch - die Faszination an Filmen über fliegende Fäuste ist ungebrochen. Denhardt zeigt aber auch, dass Boxen mehr ist, als harte Schläge auszuteilen und einzustecken - und wählt zielsicher das absolute Paradebeispiel dafür, dass Faustkampf und Intelligenz sich nicht ausschließen müssen.
helene schrieb:
am 15. Juni 2011 um 14:17:05
(0)
(0)
klitschko
auch sie werden einmal ihren meister finden, mit oder ohne doktortitel
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Tolle Kurven perfekt in Szene gesetzt: zauberhafte Damenmode bis Größe 60. zum XXL-Special
Die zehn häufigsten Gründe, warum die Hüllen fallen. zum Video