27.01.2010, 10:29 Uhr
Der verzauberte Prinz Naveen überredet die vermeintliche Prinzessin Tiana, ihn zu küssen. (Foto: Walt Disney Pictures)New Orleans zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Kellnerin Tiana (Stimme: Cassandra Stehen) hat einen großen Traum: Sie möchte ihr eigenes Restaurant eröffnen, die passende Location hat sie in Aussicht, das nötige Kleingeld fehlt indes. Eine Chance bietet sich ihr, als ihr ihre Freundin Charlotte, ein Mädchen aus bestem Hause, anbietet, für eine große Kostümparty zu kochen und damit den Kaufpreis für ihr Restaurant einzunehmen. Wie das Schicksal es will, platzt an dem Abend nicht nur ihr Traum, die alte Mühle zu kaufen, nein, sie besudelt sich auch noch von oben bis unten. Schließlich muss sie in ein Prinzessinnenoutfit schlüpfen. Das Schlimmste: Ein echt koketter Frosch baggert sie an und will einen Kuss von ihr: Igitt! Was tut Frau nicht, wenn sie eine nette Aufforderung erhält. Dieses Lippenbekenntnis soll sie jedoch sehr bereuen...
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Foto-Show "Küss den Frosch"
Prinz Naveen und Tiana sind nun beide Frösche und müssen gemeinsam versuchen, den Fluch zu lösen. (Foto: Walt Disney Pictures)Der Frosch ist kein Geringerer als Prinz Naveen (Stimme: Roger Cicero) aus Maldonien, der von dem finsteren Vodoo-Priester Dr. Facilier verzaubert wurde. Denn dieser ist scharf darauf, mit Hilfe von Naveens Kammerdiener Charlotte zu umwerben, um so Macht über ganz New Orleans zu erlangen. Der Kuss zwischen Tiana und Naveen ist folgenschwer: Nun sind beide Frösche, und Tiana ist verständlicherweise fuchsteufelswild. Draußen in den Sümpfen der Stadt müssen die beiden Amphibien jedoch zusammenhalten, denn hier lauern gefräßige Krokodile wie Louis (Stimme: Bill Ramsey), der eine Schwäche für guten Jazz hat. Deswegen verschont er auch die kleinen Appetithäppchen. Gemeinsam machen sich die drei auf die Suche nach Mama Odie (Stimme: Marianne Rosenberg), die den Zauber rückgängig machen soll. Hilfe erhalten sie von dem schwer verkanllten Glühwürmchen Ray. Auch Mama Odie kann Tiana und Naveen nicht erlösen. Mit ihren neuen Freunden müssen die beiden Frösche wider Willen versuchen, gegen Dr. Facilier anzukämpfen, dieser hat indes die dunklen Mächte auf seiner Seite...
Dr. Facilier hat Prinz Naveen und seinen Diener Lawrence mit einem Vodoo-Zauber belegt. (Foto: Walt Disney Pictures)Die Regisseure Ron Clements und John Musker wandeln mit "Küss den Frosch" auf den Spuren von "Aladdin" und "Arielle" und bringen damit ganz klassisches Disney-Kino wieder groß raus. Abseits von CGI-Effekten und 3-D-Animationen gibt es schön gezeichnete Bilder in der Tradition des Zeichentrickhauses. Die Story ist zwar an den Froschkönig angelehnt, hat aber nicht wirklich viel mit dem Märchen gemein. Stattdessen wird ein eigener Plot entwickelt, der eine Afroamerikanerin zur Heldin und Prinzessin macht. Randy Newman zeichnet für den Soundtrack verantwortlich, der mit Schwung den New Orleans-Groove vermittelt. Endlich gibt es Disney, wie wir es von Kindheitsbeinen an lieben: Es wird gesungen, gelacht und natürlich geweint, denn am unweigerlichen Tod - man denke nur an Bambis Mutter - kommen wir auch dieses Weihnachten nicht vorbei. Bitte mehr davon!
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