24.03.2010, 16:42 Uhr
"Jedi-Krieger" Lyn Cassady (George Clooney) rettet auf der Suche nach seinem Mentor Bill Django Mensch und Ziege. (Foto: Kinowelt)
Es gibt Geschichten, die sind so unglaublich, dass man sie sich nicht ausgedacht haben kann. Dennoch glaubt der Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor), dass ihm Gus (Stephen Root), der angebliche Spion der New Earth Army, einen Bären aufbindet, als er von dem geheimen Militärprojekt erzählt, bei dem Soldaten zu "Jedi-Kriegern" ausgebildet werden und allein mit ihren geistigen Kräften einen Hamster töten könnten. Eines Besseren belehrt wird der Reporter erst, als er vollkommen desillusioniert in Kuwait sitzt und Lyn Cassady (George Clooney) kennenlernt...
Kurz nach seiner Begegnung mit Gus verliert Bob nicht nur einen guten Kollegen, er wird auch von seiner Frau verlassen. Er glaubt, dass er einzig als Kriegsreporter seine Partnerin zurückgewinnen kann. In Kuwait ist jedoch erst einmal Endstation. Hier trifft er Lyn Cassady. In Bobs Ohren klingelt es. War das nicht der erfolgreichste Kämpfer der New Earth Army? Und tatsächlich. Lyn ist auf geheimer Mission unterwegs und weiht Bob in alle Geheimnisse seiner Spezialeinheit ein. Nach den Erfahrungen in Vietnam hat Bill Django (Jeff Bridges) dieses Militärprojekt aus der Taufe gehoben, denn seiner Überzeugung nach wollen Soldaten nicht töten. Mittels Einflüssen aus der Hippie-Bewegung, Schamanismus und anderen spirituellen Richtungen trainiert er seine Krieger in Geisteskräften, mit denen sie Wolken auflösen und Gegner durch böse Blicke in die Knie zwingen können. Doch Django hat in dem unfähigen, nur gering paranormal begabten Larry Hooper (Kevin Spacey) einen Neider und Feind, der ihn nach einem Zwischenfall seines Amtes entheben und verschwinden lässt. Lyn ist ausgezogen, seinen Führer zu befreien. Ihn und Bob führt es quer durch die Wüste des Iraks in Gefangenschaft und auf die Flucht - mit Hilfe von Lyns übersinnlichen Fähigkeiten alles andere als ein Himmelfahrtskommando, oder?
Grant Heslov, der bislang eher vor der Kamera glänzte, begeistert nun auch in seinem Kinoregiedebüt. Peter Straughan zeichnet für das Drehbuch verantwortlich, das auf den gleichnamigen Sachbestseller von Jon Ronson basiert. Das, was sich das amerikanische Militär als Reaktion auf sowjetische Aktivitäten da an Parapsychologischem ausgedacht hat, passt tatsächlich auf keine Kuhhaut, dafür aber umso besser auf die große Leinwand. Satirisch aufbereitet dürfen sich George Clooney und Jeff Bridges in bester Coen-Brüder-Manier austoben, Ewan "Obi-Wan" McGregor kann sich völlig Star Wars-unbeleckt geben, und Kevin Spacey zeigt erneut, dass er ein umwerfender Schauspieler ist, dessen dunkle Seite einfach nur böse ist. Grenzenloser Filmspaß mit dem nötigen Psi-Faktor.
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