28.12.2010, 14:06 Uhr | kranki / mth
Der Schein trügt: Gaylord Focker (Ben Stiller, li,) und sein Schwiegervater geraten wieder heftig aneinander. (Foto: Paramount)
Was hat der arme Gaylord Focker (Ben Stiller) nicht schon alles erdulden müssen für sein Eheglück mit Pam (Teri Polo)? Denn zur holden Weiblichkeit an seiner Seite gehört leider noch das schwere Doppelpaket mit Schwiegermama Dina (Blythe Danner) und Schwiegerpapa Jack Byrnes (Robert De Niro), eine Last, die sich schon des Öfteren als kaum zu schultern erwies. Zum fünften Geburtstag der Focker-Zwillinge ist es mal wieder an der Zeit für ein richtig zünftiges Familientreffen...
Nun sollte man vielleicht annehmen, dass sich Ex-CIA-Agent Jack im Laufe der Jahre endlich an den Mann seiner Tochter und Vater seiner Enkel gewöhnt hat. Aber Jack wäre nicht Jack, wenn er nicht so verdammt erpicht darauf wäre, die vermeintlichen Unzulänglichkeiten seines ungewollten Schwiegersohns vorzuführen. Als neben diesen familiären Zärtlichkeiten von erbitterten Machtkämpfen bis zur wonnevollen Herabwürdigung auch noch Pams Exfreund Kevin (Owen Wilson) erscheint, befindet sich der geplagte Focker-Papa mittendrin im perfiden Psychokrieg: Man hetzt, intrigiert und wird auch schon mal körperlich handgreiflich. Für die letzte Prise Würze fehlen nur noch Gaylords Eltern Rozalin (Barbra Streisand) und Bernie Focker (Dustin Hoffman) und die Avancen einer schönen Unbekannten (Jessica Alba).
Nach den unter Tränen belachten Geschichten "Meine Braut, ihr Vater und ich" und "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich", die unter der Regie von Jay Roach ("Austin Powers") bereits für dezibelstarke Begeisterung sorgten, übernahm nun Paul Weitz ("American Pie") die Verantwortung, im dritten Teil die turbulenten Episoden der legendären Focker-Familie fachgerecht in Szene zu setzen. Mit dem routinierten Skript von John Hamburg, der bisher für alle drei Teile die Drehbücher mit den bitterbösen Dialogen schrieb, umschifft Teil drei elegant die Gefahr der seichten Gewässer. Und auch die Stammbesetzung mit Robert de Niro, Ben Stiller, Barbra Streisand und Dustin Hoffmann zeigt einmal mehr, dass in punkto Boshaftigkeit und Familientücke immer noch etwas geht. Mit "Meine Frau, unsere Kinder und ich" erhält die erfolgreiche Filmreihe in jedem Fall eine würdige Fortsetzung.
Kinostart: 23. Dezember 2010
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Quelle: t-online.de
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