21.12.2011, 10:57 Uhr
Sawyer Nelson (Nathan Gamble) rettet einen verwundeten Delfin aus einer Krebsreuse und baut dabei eine tiefe Freundschaft zu dem Tier auf. (Foto: Warner Bros.)
Der elfjährige Sawyer (Nathan Gamble) findet am Ufer einen gestrandeten Delfin (Winter). Das Tier hat sich so unglücklich in einer Krebsreuse verfangen, dass es nicht entkommen kann. Der Junge befreit den Meeressäuger aus seinem qualvollen Gefängnis, doch der ist an der Schwanzflosse schwer verletzt. Im nahegelegenen Clearwater Marine Hospital kann Dr. Clay Haskett (Harry Coonick) dem Delfinweibchen, das auf den Namen Winter getauft wird, durch eine Operation vorerst das Leben retten. Schon bald wird allerdings deutlich, dass Winters Zustand sich rapide verschlechtert. Apathisch dümpelt sie im Becken vor sich hin. Erst als ihr kleiner Lebensretter sie besucht, reagiert Winter. Doch schon wenige Tage später erfolgt ein erneuter schwerer Rückschlag: Die Wunde hat sich so stark entzündet, dass Winter nur durch eine Notamputation der Flosse überlebt.
Sawyer ist verzweifelt, als er sieht, wie seine Freundin nur noch hilflos durchs Wasser treibt, jenes Körperteils beraubt, der als Antriebs- und Steuereinheit zur Fortbewegung für die Delfine elementare Bedeutung besitzt. So wird Winter nie wieder schwimmen können. Die Ärzte und Meeresbiologen geben dem Tier kaum noch eine Chance. Aber Sawyer, der sich mittlerweile mit Dr. Hasketts Tochter Hazel (Cozi Zuehlsdorff) angefreundet hat, will nicht aufgeben. Als er bei einem Besuch seines Cousins im Militärkrankenhaus Dr. Ken McCarthy (Morgan Freeman) kennenlernt, fasst er einen kühnen Plan: Der Spezialist für Prothesen soll seiner Freundin eine künstliche Flosse bauen. Woran keiner so recht glauben mag, gelingt nach vielen herben Rückschlägen: Winter bekommt als erster Delfin eine voll bewegliche Schwanzflossenprothese.
Kaum ein anderes Meereslebewesen hat es bisher geschafft, sich eine derartig positive Resonanz bei den Menschen zu verschaffen wie die eleganten Schwimmer aus der Familie der Zahnwale. Von altertümlichen Sagen über die Rettung Schiffbrüchiger, als berühmter Kindheitsklassiker "Flipper" oder in der modernen Therapeutik: Delfine genießen so etwas wie einen Freundschaftsstatus mit dem Menschen. Deshalb verwundert es auch nicht, dass die wahre Geschichte um das verletzte Delfinweibchen in einer aufwändigen Produktion als Kinofilm adaptiert wurde. Branchenveteran Charles Martin Smith, der schon fast vier Jahrzehnte als Darsteller und Regisseur erfolgreich im Filmgeschäft tätig ist, setzt den engagierten Kampf für das Überleben des Tieres als Abenteuer für die ganze Familie um. Im Fokus stehen - neben Hauptakteurin Winter - Werte wie Freundschaft, Mut und der Wille, sein Schicksal zu meistern. Ein pfiffiger Flipperfilm...
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