29.06.2011, 13:55 Uhr
Lillebror hat einen außergewöhnlichen Freund gefunden: die sprechende Holzfigur Knerten. (Foto: Polyband)
Die Koffer sind gepackt, der Wagen beladen und Lillebror (Adrian Grønnevik Smith) winkt seinen Freunden zum Abschied. Der blonde kleine Junge fährt mit seinen Eltern (Jan Gunnar Røise, Perinelle Sørensen) und seinem großen Bruder Phillip (Petrus Andreas Christensen) aufs Land. Dort wartet ein gemütliches Holzhaus auf die Familie mitten im Grünen. Doch Lillebror und seine Familie wollen in dieser Idylle keinen Urlaub machen. Das rote Holzhaus soll ihr neues Zuhause werden, weit weg vom Trubel der Stadt. Doch je weiter das geschäftige Treiben hinter ihnen zurück bleibt, desto unerreichbarer sind auch die Freunde. Lillebror sieht sich genau um. Ziemlich schnell muss er feststellen, dass es an diesem Ort weit und breit keine Kinder gibt. Mit wem soll er denn nun spielen?
Lillebror erkundet die Gegend rund ums Haus. Die Mutter schlägt vor, etwas Spannendes zu bauen, zum Beispiel aus Holzstücken und ein paar Nägeln. Während der Rest der Familie in Arbeit versinkt, versucht Lillebror sich an einer Holzkonstruktion. So richtig viel Spaß hat er daran aber nicht. Neugierig schaut er zu, wie sein Vater hoch oben in einem Baum steht. Mit einer kleinen Säge stutzt er zu lang geratene Zweige, die nach und nach zu Boden fallen. Plötzlich landet ein kleiner Ast direkt vor Lillebrors Füßen; fast schien es so, als hätte das kleine Holzstück während seines Fluges sogar geschrieen! Kann das denn sein? Tatsächlich: als Lillebror das Zweiglein aufhebt, beginnt es sogleich zu sprechen. Es hat Arme, Beine und dunkle, wache Augen, sogar einen Namen hat es, nämlich Knerten. Und an Knertens Seite macht das Landleben endlich richtig Spaß. Gemeinsam erleben sie die größten Abenteuer und finden für jedes Problem eine Lösung.
Der kleine Knerten aus Holz entsprang der Feder von Anne-Catharina Vestly. Die norwegische Autorin ist in ihrer Heimat eine gefeierte Kinderbuchautorin, die sich gekonnt in die Fantasiewelt der Kinder hineinversetzen kann. Dank Åsleik Engmarks Regiearbeit gelangt eine humorvolle Inszenierung über die Abenteuer des Kerlchens in die Kinos, die Groß und Klein in ihren Bann ziehen wird. Die norwegische Kulisse ist ganz im Stil der 60er Jahre gehalten: selbst gestrickte Wollpullover, schicke Frisuren, ansehnliche Oldtimer und die urigen Holzhütten aus dem skandinavischen Raum. Neben Åsleik Engmark, der mit "Mein Freund Knerten" sein Spielfilmdebüt gab, feiert auch Adrian Grønnevik Smith, der den aufgeweckten Lillebror spielt, seine Premiere. In Norwegen ist Knerten - ob animiert oder direkt aus dem Buch - längst ein kleiner Star. Deshalb darf man sich auch hierzulande bereits auf die kommenden Fortsetzungen der populären Kinderserie freuen: viel Spaß im Kino!
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