15.12.2011, 09:49 Uhr | mth
Tom Cruise beweist auch im neuesten "Mission: Impossible"-Teil, dass er nicht unter Höhenangst leidet. (Quelle: Paramount)
Zum Glück hat er den Staffelstab des Hauptdarstellers nicht weitergegeben. Denn mit "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" meldet sich Tom Cruise in Topform zurück, liefert die bislang spektakulärste Mission ab und legt die Messlatte für kommende Action-Blockbuster enorm hoch. Nachdem "Mission: Impossible III" vor rund fünf Jahren nicht die in den Film gesetzten Erwartungen bezüglich Einspielergebnis und Kritikermeinungen erfüllen konnte, wurde schon der Abgesang auf den ehemaligen Superstar Tom Cruise angestimmt. Und als dann doch eine Fortsetzung der Actionfilm-Reihe angekündigt wurde, war schon die Rede davon, Cruise würde nur noch als Produzent tätig sein.
Wenn sich zu Beginn von "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" Tom Cruise als Ethan Hunt mit brachialer Gewalt durch einen heruntergekommenen russischen Knast prügelt, wähnt man sich schon im falschen Film. So dreckig kam die Filmreihe bislang nicht daher. Doch dann werden beim Einbruch in den Kreml wieder die beliebten Hightech-Spielereien eingesetzt, und schließlich fliegt das Moskauer Wahrzeichen auch noch in die Luft. Spätestens da bemerkt der Zuschauer: Nach drei Filmen und 15 Jahren ist "Mission: Impossible" endlich da angekommen, wohin man sich das Cruise-Vehikel immer gewünscht hat.
"Phantom Protokoll" setzt den 2006 von Regisseur und Produzent J.J. Abrams mit "M:I III" eingeschlagenen Kurs konsequent fort, baut die Stärken aus und verringert die Schwächen. Nicht mehr nur Tom Cruise ist der Star, sondern die Arbeit des kompletten vierköpfigen Einsatzteams rückt in den Mittelpunkt, ganz so, wie es die zugrunde liegende TV-Serie aus den 1960er Jahren vorgibt. Außerdem wurde Ethan Hunts Gefühlsleben auf ein Minimum reduziert, wodurch die aus den Teilen zwei und drei bekannten Längen der Vergangenheit angehören und so mehr Platz für spektakuläre Szenen und die schlau durchkonstruierten unmöglichen Einsätze bleibt.
Die Story bietet nichts Neues, sondern dient lediglich dazu, die Protagonisten von einem Actionhighlight zum nächsten zu führen und uns die grandiosen Schauplätze in Moskau, Dubai und Mumbai näherzubringen. Bei dem Versuch, den verblendeten Wissenschaftler Kurt Hendricks (Michael Nyqvist) darin zu hindern, die Kontrolle über einige russische Atomraketen an sich zu bringen, tappen Hunt und sein Team in die Falle und werden verdächtigt, einen Anschlag auf den Kreml verübt zu haben. Auf sich alleine gestellt müssen Hunt, seine kampferprobte Kollegin Jane Carter (Paula Patton), Computerspezialist Benji Dunn (Simon Pegg) und der Analytiker Brandt (Jeremy Renner) nun den russischen Behörden entkommen und gleichzeitig Hendricks stoppen, der einen Atomkrieg heraufbeschwören will.
Zwar ist Tom Cruise auch im neuen "Mission: Impossible"-Film der Star und überzeugt mit vollem Körpereinsatz, doch bekommt er endlich ein Team an die Seite gestellt, das mehr ist als nur Staffage oder Stichwortgeber. Jedes Mitglied besitzt Charakter, Vergangenheit und erhält im Laufe des Films wiederholt die Möglichkeit sich auszuzeichnen. Da kann es auch mal zu Meinungsverschiedenheiten und Streit kommen, oder zu witzigen Wortwechseln, an denen vor allem der von Simon Pegg gespielte, unbedarfte und leicht schräge Computerfreak Benji Dunn regen Anteil hat. Paula Patton macht als Lockvogel im sexy Outfit eine ebenso gute Figur wie in den wuchtig inszenierten Prügeleien, und der leider etwas blasse Jeremy Renner wandelt sich vom scheinbaren Bürohocker zum mehr als brauchbaren Field Agent.
Regisseur und Animationsfilm-Spezialist Brad Bird ("Ratatouille") erfindet nun das Actionkino zwar nicht neu, reizt aber die Möglichkeiten eines Big-Budget-Streifens gekonnt aus und zeigt, was mit den geschätzten 140 Millionen Dollar so alles möglich ist. Kletteraction auf dem höchsten Gebäude der Welt, der fulminante Gefängnisausbruch zu Beginn, eine Verfolgungsjagd im Sandsturm und der in die Luft gejagte Kreml sind nur einige der erinnerungswürdigen Momente, die der vierte "Mission: Impossible"-Aufguss zu bieten hat. So vergehen die rund 130 Minuten Spielzeit wie im Flug, und wenn Ethan Hunt am Ende des Films seinen drei Mitstreitern spezielle Handys zur Kontaktaufnahme für weitere Spezialmissionen aushändigt, dann hofft man als Zuschauer tatsächlich auf ein baldiges Wiedersehen. Denn in dieser Form ist "Mission: Impossible" eine echte Bereicherung im zuletzt sehr mittelmäßigen Blockbuster-Angebot.
Kinostart: 15. Dezember 2011
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Quelle: t-online.de
Rheinkiter schrieb:
am 18. Dezember 2011 um 10:19:29
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so realistisch
ich finde seine filme so realistisch- wenn man im tunnel an der bahn hängt und von einem jet verfolgt wird und so. hab ich
früher auch erlebt. heute sitz ich deshalb lieber im auto und gehe kinos aus dem weg. schlechte jugenderinnerungen los werden.
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Starrunner66 schrieb:
am 15. Dezember 2011 um 22:06:26
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MI4.
Mir ist es völlig egal was ein Mensch für einen Glauben hat!
Religion ist meiner Meinung nach Privatsache!
Auf alle Fälle ist der
Film spitzenmäßig gemacht und Tom Cruise ist
fit wie ein Turnschuh und das mit 49 Jahren!
Wems nicht gefällt so es nicht ankucken!
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michael schrieb:
am 15. Dezember 2011 um 12:10:45
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mission impossible
alle die sich diesen film im kino ansehen, unterstützen scientology, denn die erlöse die der cruise bekommt gehen an die
sekte. ich würde mir überlegen, ob ich diese brut unterstütze. ich gehe jedenfalls nicht ins kino und kaufe auch nicht die dvd, diesen mist muss ich mir auch nicht reinziehen.
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