08.12.2010, 15:36 Uhr
Fotojournalist Andrew Kaulder (Scoot McNairy) soll die amerikanische Touristin Sam Wynden (Whitney Able) auf Anweisung ihres Vaters zurück in die USA bringen. Dazu müssen sie durch die infizierte Zone. (Foto: Capelight)
Sechs Jahre ist es her, dass eine NASA-Sonde bei ihrer Rückkehr vom Jupitermond Europa bei ihrem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über dem Dschungel Mexikos zerschellte. Seit dem Absturz hat sich dort - völlig unkontrolliert - eine außerirdische Lebensform ausgebreitet, die rein optisch dem irdischen Tintenfisch ähnelt. Allerdings gibt es einen schwerwiegenden Unterschied: die Exemplare der unbekannten Spezies erreichen eine Größe von circa 100 Metern Länge - und sie können durch keine der konventionellen Waffen des Militärs vernichtet werden. Zum Schutz der Bevölkerung riegelt eine gigantische Mauer das mehrere 100 Quadratmeter große Areal ab, das nun mit Giftgas ausgeräuchert werden soll. Just zu diesem Zeitpunkt soll Fotograf Andrew (Scoot McNairy) die frisch verlobte Tochter (Whitney Able) seines Auftraggebers von Mexiko zurück in die USA geleiten.
Mit zwei Tickets für die letzte Fähre, die das verseuchte Gebiet umschifft, sowie zwei gültigen amerikanischen Pässen im Gepäck trifft Andrew auf seinen Schützling. Doch kurz vor ihrer Abreise werden die beiden ausgeraubt und dabei um die lebenswichtigen Dokumente erleichtert. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Sams mit Diamanten besetzten Verlobungsring zu Geld zu machen, um damit eine von Söldnern eskortierte Reise durch das verseuchte Gebiet hindurch zu finanzieren. Die Reise ist gefährlich und voller Strapazen. Die Situation der Reisegruppe spitzt sich zu, als sie eines Nachts von den gefürchteten, außerirdischen Wesen angegriffen werden. Sam und Andrew bleiben allein und ohne Schutz zurück und müssen nun aus eigenen Kräften versuchen, die Mauer auf der amerikanischer Seite der Sperrzone zu erreichen.
Trotz geringem Budget hat sich der renommierte britische Effektspezialist Gareth Edwards bei der Regie seines ersten eigenen Films sehr engagiert, sodass "Monsters" nicht nur mit einer außergewöhnlich professionellen Optik, sondern auch mit einer überraschend subtilen Story aufwarten kann. Die spektakulären Monsterszenen, die man vom Effekt-Meister wohl erwartet hätte, blieben eher die Ausnahme, sodass der Film fast ausschließlich vom überzeugenden Spiel der Darsteller und der vorherrschenden diffus-bedrohlichen Atmosphäre der Anspannung lebt. Eine völlig neue Art von "Monster-Movie", das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
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