23.02.2011, 11:45 Uhr
Wuppertal: eine über den Köpfen dahingleitende Schwebebahn und ein junges Paar, das vor Liebesglück zwar nicht schwebt - jedoch tanzt. Industriebrachen im Herzen des Ruhrgebiets und Menschen mit sichtbar erhöhtem Pulsschlag. Zwischen mächtigen Rohrleitungen, ehemaligen Kühltürmen und Lagerhallen werden große Geschichten erzählt: verbal, nonverbal, mit und ohne Musik - dabei immer mit vollem Körpereinsatz. Liebesglück, Liebestaumel, Trauer, Wut, Danken und Verzeihen. Auf dem Dach des imposanten Zollverein-Kubus - entworfen vom japanischen Architektenduo Sanaa - verbindet sich Baukunst mit Tanzkunst. Aber auch auf simplen Treppenstufen irgendwo im Kohlenpott oder in der weitläufigen Natur rund um das Bergische Land wird gelebt, geliebt und getanzt.
Die Bühne des Wuppertaler Opernhauses: auch in dieser Kulisse sind Bausch-Klassiker wie "Café Müller" zu Hause. Ein sechsköpfiges Ensemble macht dieses minimalistisch angelegte Stück groß(art)ig. Ebenso vermag "Le Sacre du printemps" das Publikum an die Opernstühle zu fesseln. Die Darsteller bewegen sich durch knöcheltiefen Torf, während Igor Stravinskys Musik die Melancholie des Stücks unterstreicht. Das Pendant-Stück dazu, "Vollmond", weckt hingegen ungeahnte Energien, wenn die Darsteller einen inszenierten Geschlechterkampf austragen. Mit dem Kinofilm "Pina" wird nicht nur der langgehegte, gemeinsame Traum der gefeierten Choreografin und des bekannten Regisseurs wahr: "Pina" ist ein cineastisches Denkmal für eine großartige Frau, ein Freundschaftsbeweis, die Vollendung einer geteilten Vision, welches das Lebenswerk Pina Buschs ehrt und unsterblich macht.
Zwei großartige Künstler, eine tiefe Freundschaft und eine gemeinsame Vision, die zu einem raumfüllenden Kinoerlebnis in 3D führte: Regisseur Wim Wenders lernte Pina Bausch vor über 20 Jahren kennen. Damals, im Jahr 1985, sah er zum ersten Mal eine ihrer spannenden Inszenierungen. Es war in Venedig während eines Gastspiels, bei dem die tanzbegeisterte Frau ihr Stück "Café Müller" präsentierte, das seine Bausch-typischen Spuren hinterließ. Über 37 Jahre lang lebte und arbeitete die passionierte Choreografin im Bergischen Land. Sie revolutionierte das Bühnengeschehen, indem sie Tanz und Theater auf eine besondere Art und Weise miteinander verband. Mit ihrem Ensemble, dem Tanztheater Wuppertal, eroberte sie die Herzen der Zuschauer im Sturm. Die gefühlsstarke Verschmelzung zwischen den Genres wurde zu ihrem Markenzeichen und prägte die Welt des Tanztheaters nachhaltig.
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Kelly Brook ist fleischgewordene Männerfantasie. zum Video