08.09.2010, 14:32 Uhr | mth
"Piranha 3D": Derrick Jones (Jerry O`Connell) schreit um HiIfe - Piranhas töten in Sekunden. (Foto: Kinowelt)
Schreiende Bikini-Mädchen, das Wasser beginnt zu brodeln und schließlich färbt sich alles blutrot: Es war 1978, als Regisseur Joe Dante ("Gremlins") seine "Piranhas" auf das Kino-Publikum losließ. Der nicht immer ganz ernst gemeinte Streifen ist so etwas wie der kleine, dreckige Bruder von Steven Spielbergs Welterfolg "Der weiße Hai" und gilt heute noch als kultiger Klassiker des Tierhorrors. Genre-Spezialist Alexandre Aja ("The Hills Have Eyes") hat sich nun an ein 3D-Remake der maritimen Schnetzel-Orgie ("Piranha 3D") gemacht und mit der nötigen Härte aber auch dem ebenso nötigen Unernst ein kleines Trash-Juwel erschaffen, das in den USA bei Fans und Kritikern gleichermaßen hochgeschätzt auf dem besten Weg ist, ebenfalls Kultstatus zu erreichen.
Aja konnte für seinen blutigen Horrorspaß gleich ein halbes Dutzend bekannter Darsteller gewinnen, die mit sichtlichem Vergnügen am durchgeknallten Treiben teilhaben. In der Hauptrolle als Sheriff Julie Forester gibt es ein Wiedersehen mit Elisabeth Shue ("Zurück in die Zukunft", "Leaving Las Vegas"), die in den vergangenen Jahren leider etwas in der Versenkung verschwunden war. Ving Rhames ("Pulp Fiction") darf seinen kahlen Charakterschädel einmal mehr in die Kameras halten, und "Sliders"-Star Jerry O'Connell ist genauso mit an Bord wie Eli Roth ("Inglourious Basterds") und Richard Dreyfuss. Dass der Altstar in seinem kurzem Auftritt zu Beginn des Films seine eigen Hauptrolle in "Der weiße Hai" parodiert, gehört zum besonderen Humor des Films. Alle männlichen Trash-Freunde werden sich zudem über die leicht bekleideten Auftritte von Fotomodell Kelly Brook freuen, die in "Piranha 3D" vollen Körpereinsatz zeigt.
Wie für trashige Horrorfilme üblich, ist die Handlung auch bei "Piranha 3D" nicht einmal zweitrangig. Durch ein Erdbeben wird ein Schwarm prähistorischer Piranhas aus einer Unterwasser-Höhle tief im Lake Victoria befreit, der sich bald auf Nahrungssuche begibt. Da trifft es sich gut für die kleinen Räuber, dass am Ufer gerade Tausende von feierwilligen Studenten eine ausufernde Spring-Break-Party abhalten... Was dann passiert, dürfte sich von selbst erschließen. Nur noch so viel: Regisseur Alexandre Aja hat mit insgesamt 300.000 Litern verwendetes Kunstblut einen neuen Rekord aufgestellt.
Quelle: t-online.de
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