23.08.2011, 10:37 Uhr | dapd / LS/ Nibo
Matthias Brandt als Kommissar Hanns von Meuffels in dem Polizeiruf 110 "Cassandras Warnung" von Dominik Graf. (Foto: BR/Walter Wehner/dapd)
Schon in den ersten Minuten war klar, dass dieser Sonntagabendkrimi es wirklich in sich hat: Der Zuschauer wird Zeuge eines eiskalten Mordes, dem Opfer wird kurzerhand mitten ins Gesicht geschossen, das Mündungsfeuer blitzt grell auf. Dann die Stille nach dem Schock. Der gestrige Münchner "Polizeiruf 110" mit dem neuen Kommissar Hanns von Meuffels aus dem hohen Norden, phänomenal dargestellt von Mattias Brandt, wartete mit noch weiteren knackigen Szenen auf. Wie hat Ihnen "Cassandras Warnung" gefallen? Stimmen Sie rechts ab!
Der Krimi von Regisseur Dominik Graf und Buchautor Günter Schütter war hart, aufwühlend, teilweise grenzwertig. Nur eines war er nicht: langweilig. Ein angemessener Rahmen für das Debüt des neuen Kommissars Hanns von Meuffels, der in der chaotisch anmutenden Truppe der Münchner Polizisten wie der berühmte Fels in der Brandung wirkt. Unverhohlen wird unter den Kollegen gekifft, bei einer Schießübung hoch über den Dächern Münchens werden ohne zu zögern Tauben abgeknallt, die Sprüche gehen mehr als einmal unter die Gürtellinie ("Fick' ich 'ne Frau oder ein Malbuch?"). Auch für gestandene Krimifans ist so ein Feuerwerk an Kraftausdrücken und schockierenden Bildern zunächst gewöhnungsbedürftig.
"Ich glaube, es ist nicht so gut auszukommen mit mir", räumt der neue Kommissar einmal ein. Ein bisschen wie ein Fremdkörper wirkt der leise, sehr beobachtende Ermittler in diesem Krachmacher-Haufen. Ein "zum Einzelgängerischen neigender, zurückhaltender, mitunter auch skurriler Mann in der Fremde" sei von Meuffels, beschreibt Grimmepreisträger Brandt im dapd-Interview seine Figur, deren Bild sich erst nach und nach zusammensetzt. Sein Counterpart ist die aus der bayerischen Provinz kommende bodenständige Polizistin Anna Burnhauser (Anna Maria Sturm), die im ersten Film allerdings noch eine recht kleine Rolle spielt. Später wird sie dann eine Fortbildung absolvieren, um mit von Meuffels zusammenzuarbeiten.
Auch quotentechnisch war der gestrige Polizeiruf ein wirkliches Highlight. 7,70 Millionen sahen "Cassandras Warnung" - ein grandioser Marktanteil von 25,4%. Damit gewann er den Sonntag haushoch und landete im jungen Publikum mit 2,01 Mio. 14- bis 49-Jährigen auf Platz zwei, geschlagen nur von ProSiebens "Hancock".
Zwei Polizeiruf-Ausgaben pro Jahr mit Brandt und Sturm werden nach Senderangaben zu sehen sein. Der zweite Film, "Denn sie wissen nicht, was sie tun" von Regisseur Hans Steinbichler sorgte bereits für einige Aufregung. In dem Film, der nun am Freitag, den 23. September läuft, kommen bei einem Bombenattentat in München viele Menschen ums Leben. Nach Bedenken der Jugendschutzbeauftragten, den Film für Zuschauer ab zwölf Jahren freizugeben, verlegte der Bayerischen Rundfunk den Krimi von 20.15 Uhr auf 22.00 Uhr. "Ich kenne zwar die Argumentation für die Verschiebung, finde sie aber nicht überzeugend. Und traurig, weil es uns für diesen Film den Großteil der potenziellen Zuschauer kostet", kommentiert Brandt.
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Quelle: dapd
jnjmueller schrieb:
am 22. August 2011 um 21:17:30
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Matthias Brandt
Kompliment Herr Brandt! Egal, was Sie spielen, ich sehe es mir mit Genuss an. Für mich sind Sie derzeit der beste Schauspieler in Deutschland!
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Nia-Sabine schrieb:
am 22. August 2011 um 20:22:02
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P 110
Streckenweise wirr und sicher nicht sehr nah am "Polizei-Leben", aber ich liebe Matthias Brand und finde, er hat diese Rolle
super gespielt! Auf einige Szenen hätte ich aber auch gut verzichten können, so wie das Erschießen der Taube und die schrecklichen "Liebes-Akte" des Polizisten und seiner Frau, und das, während nebenan die Personenschützer sitzen! Völlig unrealistisch! Herr Brandt soll aber in jedem Fall weiter machen!!!
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Robbe schrieb:
am 22. August 2011 um 20:10:42
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Polizeiruf 110
Fürchterliche Kameraführung, miserabler Schnitt, kurzum es kann nur noch besser werden. Hoffentlich. Matthias Brandt konnte
nur sehr bedingt glänzen. Vielleicht wird das auch besser.
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