04.05.2011, 10:40 Uhr
Die schöne junge Valerie (Seyfried) steht zwischen zwei Männern und einem Werwolf, der ihr Dorf bedroht. (Foto: Warner Bros.)
Valerie (Amanda Seyfried), die wegen ihres leuchtendroten Umhangs in ihrem Dorf liebevoll "Red Riding Hood" genannt wird, ist jung und außergewöhnlich schön. Obwohl ihr die meisten Männer zu Füßen liegen, gehört ihr Herz dem mittellosen Waisen Peter (Shiloh Fernandez). Doch bald soll die heimliche Romanze ein unfreiwilliges Ende nehmen, wenn es nach dem Willen von Valeries Eltern ginge: Sie arrangierten schon vor einiger Zeit die Hochzeit des schönen Kindes mit dem wohlhabenden Henry (Max Irons), damit es ihre Tochter in Zukunft besser habe. Valerie indes denkt nicht im Traum daran, sich an den ungeliebten Mann zu binden. So überredet sie den widerstrebenden Peter, gemeinsam mit ihr das Dorf zu verlassen. Noch bevor sie flüchten können, geschieht etwas Schreckliches...
Valeries ältere Schwester wird getötet. Dabei fiel sie keinem menschlichen Mörder zum Opfer, vielmehr holte sich ein Werwolf, der die Wälder in der Umgebung seit Urzeiten durchstreift, das wehrlose Mädchen. Jahrelang waren die Dorfbewohner vor seinem nächtlichen Treiben sicher, weil sie der Bestie jeden Monat ein Tier opferte. Nun bricht das unheimliche Geschöpf den Waffenstillstand und fordert Menschenblut. Rachedurstig engagieren die bedrohten Siedler den legendären Werwolfjäger Pater Solomon (Gary Oldman), damit er die furchtbare Kreatur tötet. Als Solomon den verängstigten Dörflern eröffnet, dass Werwölfe am Tage menschliche Gestalt annähmen und somit die Wahrscheinlichkeit groß sei, ihn unter den Bewohnern zu finden, greifen Angst und Misstrauen um sich. Jetzt sind es nicht nur die Wälder außerhalb der Siedlungsgrenzen, von denen eine lebensbedrohliche Gefahr ausgeht, sondern auch innerhalb der Gemeinde kann sich keiner mehr seines Lebens sicher fühlen. Und zu jedem Vollmond fordert die Bestie ein neues Menschenopfer. Die Panik wächst. Als immer deutlicher wird, dass Valerie auf unerklärliche Weise mit dem Untier in Verbindung steht, reift in der Not ein perfider Plan: Valerie wird als Köder benutzt, um die blutrünstige Kreatur zu fangen...
Catherine Hardwicke ("Twilight - Biss zum Morgengrauen") nutzt erfolgreich den Trend der Zeit. Mit dem romantischen Fantasy-Thriller "Red Riding Hood" bedient sie den Kult der Teenager, bevorzugt Storys über Vampire und andere nachtaktive Zwischenwesen zu konsumieren. Angesiedelt im Mittelalter und in direkter Bildnähe zu Grimms Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf, geht es auf der Leinwand recht archaisch zur Sache, sodass der Film eher die Älteren in der Fangemeinde jugendlicher Vampirfreunde anspricht. Die dürfen dann mit Idolen wie Amanda Seyfried ("Mamma Mia"), Shiloh Fernandez ("Red") und "Twighlight"-Star Billy Burke um die Wette zittern und kreischen.
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