22.02.2008, 11:07 Uhr | LS
Das Cover der "Semesterakte" (Foto: Inselmann)Es sollte der fünfte Aktkalender mit Sportstudenten werden, aber so etwas ist den Fotografen Sonja und Michael Inselmann noch nicht passiert. Einen Tag vor dem Termin an der Uni Bielefeld untersagte die Hochschule das Foto-Shooting. Der Grund: Die Bremer Fotografen hatten die Presse eingeladen. Auf Medienberichte schien die Universitätsleitung aber keinen Wert zu legen und so wurde die Produktion des neuen Kunstkalenders zu einem Hindernisparcours. Doch ein Fitnessstudio in der Nähe der Uni stellte kurzfristig und unkompliziert seine Badmintonhalle zur Verfügung und so können sich Studenten und Aktkalenderliebhaber auch von April 2008 bis März 2009 über sportlich-scharfe Aktaufnahmen freuen.
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Projekt stand auf der Kippe
Nackt auf Skiern (Foto: Inselmann)Auch wenn das Scheitern des Projekts gerade noch verhindert werden konnte, erstmal war bei Sonja und Michael Inselmann improvisieren angesagt. Sportgeräte wie Reck oder Basketballkorb waren nun passé. "Unsere ganzen Bildideen waren futsch", erzählt Michael Inselmann. Auf der Fahrt von Bremen nach Bielefeld überlegten sie sich neue Motive. 25 Aufnahmen entstanden so in drei Tagen - in deutlich weniger Zeit als bei früheren Kalender-Shootings.
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Neue Motive
Die Figur des Atlas (Foto: Inselmann)Die knappe Zeit und die widrigen Umstände sieht man den Bilder aber nicht an. In ihrer zum Markenzeichen gewordenen ästhetischen schwarzweiß Optik hat das Fotografenpaar die Studenten in sportlich-erotischen Posen abgelichtet. Dabei ist es ihnen auch im fünften Jahr gelungen, dem stets selben Thema neue Aspekte abzuringen. So schmücken dieses Jahr eine Balletttänzerin, ein Fallschirmspringer und die mythologische Figur des Atlas den Kalender.
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Nackt für den Regenwald
Wie jedes Jahr kommt der Erlös des Kalenders einem guten Zweck zu Gute. Neu ist, dass nicht die Studenten selbst davon profitieren, in dem sie das Geld direkt an ihrer Uni investieren. Vielmehr fließen die Einnahmen in den Arten- und Klimaschutz. So werden davon 35 Hektar Regenwald auf Borneo wieder aufgeforstet. Denn anders als die beteiligten Universitäten der Vergangenheit, beklagen die Bielefelder keinen Bildungsnotstand. Den Studiengebühren sei sei Dank. Bedauerlich bleibt nur, dass die nagelneue Sporthalle nicht als Location für das Shooting genutzt werden durfte.
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LS
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