25.01.2012, 10:53 Uhr
Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und sein Kollege Dr. Watson (Jude Law) haben es diesmal mit dem höchst gefährlichen Professor Moriarty zu tun, der sogar den Scharfsinn des Detektivs überbieten könnte. (Foto: Warner Bros.)
Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) hat es bisher noch mit jedem Verbrecher, der seine Laufbahn kreuzte, aufnehmen können. Doch an diesem Widersacher droht er sich ernsthaft die Zähne auszubeißen. Schon einmal ist ihm der gefährlichste Kriminelle aller Zeiten durch die Maschen geschlüpft, und auch dieses Mal hat der Detektiv bei seiner Jagd lange genug das Nachsehen. Professor Moriarty (Jared Harris) ist ebenso gerissen wie abgrundtief böse. Der Genius dieses Geistes, gepaart mit einer immens großen Lust an der Sünde, diese vertrackte Kombination bringt selbst ein Erfolgsgespann wie Sherlock Holmes und Dr. Watson (Jude Law) ins Schleudern. Nun plant "der Napoleon des Verbrechens" den bisher größten Fischzug seiner kriminellen Karriere.
Wie ein Feldherr verteilt der Intrigant seine Figürchen auf die strategisch wichtigen Plätze in seinem ganz persönlichen Masterplan. Ziel ist die planvolle Zerrüttung der bestehenden Weltordnung, um dann im allgemeinen Chaos klammheimlich die besten Karten im Poker um Macht und Geld zu sichern. Als der österreichische Kronprinz verdächtig plötzlich stirbt, ist es lediglich die Spürnase Holmes', die eine drohende Verschwörung und ihren Drahtzieher wittert. Inspector Lestrade (Eddie Marsan) und seine Behörde erkennen hingegen auf Selbstmord. Sherlock Holmes hat keine andere Wahl: Mit Watson geht er quer durch Europa auf Verbrecherjagd. Als sie die Zigeunerin Sim (Noomi Rapace) aufstöbern, die offensichtlich einiges verheimlicht, wird die Spur heiß. Bald qualmt nicht nur der edle Denkapparat, auch die Fäuste fliegen, und der Boden unter den fliehenden Füßen brennt...
Nach dem überwältigenden Erfolg des ersten Actionabenteuers mit dem besten Detektiv aller Zeiten wurde es nun Zeit, das Garn der Geschichte weiterzuspinnen. Natürlich ließ es sich Regisseur Guy Ritchie auch bei "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" nicht nehmen, seine Verehrung für den Klassiker der Kriminalkunst in Wort und Bild kundzutun - natürlich auf seine ihm ganz eigene Art und Weise. So flockt die Handlung gleich gefälliger, wenn Sherlock neben Hirnschmalz auch noch die eine oder andere Körperverletzung bei seinem Siegeszug gegen das Böse in die Waagschale werfen kann. Auch ein Aphorismus zur rechten Zeit ist adäquates Mittel zum Zweck. Mit der vollen Unterstützung der alten Truppe um Robert Downey Jr. als zielfixierte Schnüffelnase, Jude Law und Eddie Marsan gelang eine weitere launige Verbrecherjagd, bei der Jared Harris das vorher nie gesehene Böse personifiziert. Ein echter Kulturschocker des Kultklassikers. - "My dear Watson!"
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