11.01.2012, 11:02 Uhr
Soul Surfer erzählt die Geschichte von Surferin Bethany Hamilton (l.), im Film von Anna Sophia Robb (r.) dargestellt, die nach einer Haiattacke ihren Arm verliert und trotzdem erneut aufs Brett steigt. (Foto: Walt Disney)
Das Leben der leidenschaftlichen Surferin Bethany Hamilton (AnnaSophia Robb) scheint sich im Paradies abzuspielen. Das Mädchen ist hübsch, aufgeweckt und hat eine fantastische Familie. Ihre Eltern Tom (Dennis Quaid) und Cheri (Helen Hunt) sind mit der Tochter und ihren beiden Söhnen Noah (Ross Thomas) und Timmy (Chris Brochu) vor einigen Jahren nach Kauai, dem Wellenreiterparadies von Hawaii, gezogen, wo das junge Mädchen optimale Bedingungen hat, ihr außergewöhnliches Talent auf dem Brett weiterzuentwickeln. Schon in jungen Jahren zeichnete sich nämlich ab, dass die gerade erst 13-Jährige das Zeug dazu hat, im Surfsport eines Tages ganz oben zu landen. Dennoch lebt die Wellenreiterin das Leben eines ganz normalen Teenagers mit Freunden, Ausflügen und schlägt ebenso natürlich auch über die Stränge wie ihre Altersgenossen. Und ausgerechnet ein fröhlich unbeschwerter Aufenthalt am Strand mit ihrer Freundin Alana (Lorraine Nicholson) und deren Eltern wird zur schwärzesten Stunde.
Gerade noch tollten die Freundinnen ausgelassen in den Fluten, als Bethany plötzlich markerschütternd zu schreien beginnt. Ein großer Tigerhai hat sich unbemerkt der vermeintlichen Beute genähert und sich im Arm des Mädchens festgebissen. Als es endlich gelingt, sein Opfer aus dem Wasser zu bergen, hat Bethany bereits viel Blut verloren. Zwar gelingt es den Ärzten im Krankenhaus, ihr Leben zu retten, aber ihr Arm muss amputiert werden. Für einen normalen Teenager eine echte Katastrophe, ungleich schlimmer, wenn der Sport fast schon Lebensinhalt ist. Aber Familie und Freunde lassen nicht zu, dass Bethany in depressive Resignation abgleitet. Besonders die Eltern sprechen ihrer Tochter unermüdlich neuen Mut zu, wenn sie mit dem ungerechten Schicksal hadert. Schließlich gelingt das Unglaubliche: Bethany nimmt nicht nur den Kampf gegen den beschwerlichen Behindertenalltag auf, sie arbeitet auch verbissen an ihrem sportlichen Comeback.
In den Walt Disney Studios herrscht der gewisse Geist, mit den dort produzierten Filmen nicht nur gut zu unterhalten, sondern zusätzlich eine Botschaft oder Quintessenz für das Leben mitzugeben. Auch in "Soul Surfer", dem Porträt einer Sportlerin, die nach einem folgenschweren Haiangriff wieder auf Erfolgskurs geht, soll anhand der wahren Geschichte deutlich werden, dass dem Schicksal mutig begegnet werden muss. Sean McNamara inszenierte den uramerikanischen Traum - alles ist machbar, wenn man es nur wirklich will - vor der atemberaubenden Kulisse Hawaiis. AnnaSophia Robb ("Charlie und die Schokoladenfabrik") spielt die für viele zu einem großen Vorbild avancierte Sportlerin mit großem Kampfgeist. Helen Hunt ("Besser geht's nicht") und Dennis Quaid ("Legion") geben Schützenhilfe beim ehrgeizigen Projekt. Wäre die Geschichte nicht Realität, dann auf jeden Fall Hollywood!
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