15.06.2010, 16:13 Uhr
Das geklonte Hybridwesen Dren (Delphine Chanéac) entwickelt sich schneller als erwartet und auch nicht so, wie man es sich gewünscht hätte. (Foto: Senator/Central)
Clive (Adrien Brody) und Elsa (Sarah Polley) vergöttern nicht nur sich, sondern ebenfalls ihre Arbeit. Die beiden Naturwissenschaftler stehen begeistert im Labor und können ihren Augen kaum trauen: Die vielen Nachtschichten scheinen sich gelohnt zu haben, denn ihr geheimes Genexperiment nimmt allmählich Form an. Eigentlich ist das Resultat der vielen Arbeit eher ein Zufallsprodukt, da die Erschaffung eines derartigen Lebewesens niemandem zuvor geglückt ist. Das junge Paar stellt alles bisher in diesem Bereich Erforschte in den Schatten. Auf einmal ist etwas Unglaubliches zum Greifen nah, und Wissenschaftler aus der ganzen Welt schauen zu ihnen auf. Doch wie hoch ist der Preis für den Ruhm?
Das neu erschaffene Wesen wird auf den Namen Dren getauft. Es besitzt die DNA einer Frau, was sich äußerlich immer deutlicher abzeichnet. Mit dem unglaublich rasanten Entwicklungsprozess hat niemand gerechnet. Dren wächst und gedeiht. In Elsa werden auf einmal verborgene Muttergefühle wach. Eigentlich wollte sie nie Kinder haben, aufgrund ihrer schweren Kindheit konnte sie es sich nicht vorstellen. Clive weiß, dass Elsa keine Kinder mit ihm haben möchte. Er erinnert sie an ihre eigenen Worte, doch Elsa kann sich ihre Gefühlsregungen selbst kaum erklären. Clive sieht in Dren kein zu behütendes Kind. Für ihn wird das Wesen immer mehr zu einer verführerischen Schönheit. Doch was steckt unter dieser geheimnisvollen Klonhaut? Noch ahnt niemand, dass sich alle auf sehr dünnem Eis bewegen.
Regisseur Vincento Natali begeisterte bereits mit seinem Science-Fiction-Horrorfilm "Cube". Dem Filmgenre ist Natali treu geblieben. Sein neuestes Werk hat einen langen Schaffensprozess hinter sich. Bereits vor über zehn Jahren hatte der kanadische Filmemacher die Idee zu "Splice". Damals war leider die Filmtechnik noch nicht soweit, deshalb befürchteten die Produzenten ein finanzielles Desaster. Heute ist die filmische Umsetzung möglich, und das Filmthema hat an Aktualität kaum verloren. In den Hauptrollen sind Adrien Brody ("Cadillac Records") und Sarah Polley ("Mr. Nobody") zu sehen. Ein unheimlicher Spaß mit Tiefgang.
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