20.04.2011, 11:18 Uhr
Babydoll (Emily Browning, m.), Rocket (Jena Malone, l.) und Sweet Pea (Abbie Cornish) versuchen, mit ihrer Vorstellungskraft der aussichtslosen Gefangenschaft in der Wirklichkeit zu entkommen. (Foto: Warner Bros.)
Babydolls (Emily Browning) Leben ist ein Albtraum. Ihr tyrannischer Stiefvater raubt ihr die Luft zum Atmen, bis sie eines Tages versucht, den Spieß umzudrehen. Als der gefühllose Mann erneut zuschlagen will, greift Babydoll zu einer Schusswaffe, leider verfehlt der Schuss knapp sein Ziel. Nach diesem Vorfall soll Babydoll in eine Anstalt für psychisch Kranke gebracht werden, aber das sorgfältig abgeschirmte "Krankenhaus" entpuppt sich als ein noch grausamerer Ort. Hier schwören die Behandelnden auf die Wirksamkeit der Lobotomie. Doch bei dem schmerzhaften Eingriff in das Gehirn läuft etwas schief: Statt eine emotionale Verflachung bei den trägen Patienten zu bewirken, überwinden diese bald Raum und Zeit...
Das Mädchen ist nicht alleine. Von den zahlreichen anderen jungen Frauen hinter Gittern, die nie mehr in den Genuss der Freiheit kommen sollen, stehen Rocket (Jena Malone), Blondie (Vanessa Hudgens), Amber (Jamie Chung) und Sweet Pea (Abbie Cornish) Babydoll am nächsten. Die widrigen Umstände und die rabiaten Therapiemethoden lassen den Insassen keine andere Wahl, sie müssen die grauenvolle Realität irgendwie hinter sich lassen. Gemeinsam flüchten sie in ein Paralleluniversum, das ihre eigene Fantasie erschaffen hat. Hier ist enormer Kampfgeist gefragt: insgesamt fünf schweißtreibende Aufgaben müssen erfüllt werden, damit sie den Schlüssel in die Freiheit erlangen. Doch gleichzeitig werden von den Wärtern innerhalb der Anstaltsgemäuer grausame Pläne geschmiedet. Die Zeit wird knapp, aber die Power-Girls nutzen ihren Zugang in die abenteuerliche Welt der feuerspeienden Drachen, Samurai-Krieger und Roboter für einen Gegenschlag.
Zack Snyders actionreiches Fantasy-Epos könnte an die Erfolge von "300" oder "Watchmen - Die Wächter" anknüpfen. Der gefragte Regisseur blieb nicht nur seinem extravaganten Stil treu, sondern schrieb für "Sucker Punch" sogar die außergewöhnliche Story über das grausame Gefängnis der Realität im Gegensatz zu den aufregenden Fantasiewelten, in denen fünf junge Frauen für ihre Freilassung kämpfen. Zeitlich angesiedelt ist das Geschehen in den 50er Jahren, als in Amerika der umstrittene Eingriff der Lobotomie angewandt wurde. Auch die fünf Protagonistinnen Emily Browning ("Der Fluch der zwei Schwestern"), Abbie Cornish ("Bright Star"), Jena Malone ("Into the Wild"), Jamie Chung ("Schön bis in den Tod") und Vanessa Hudgens ("High School Musical") sollen derart zu gefühlsarmen und willenlosen Opfern gemacht werden. Neben dem wehrhaften Quintett sind Oscar Isaac ("Robin Hood"), Carla Gugino ("Watchmen - Die Wächter") und Jon Hamm ("The Town - Stadt ohne Gnade") in weiteren Rollen zu sehen. "Sucker Punch" ist stilistisch und inhaltlich eine große Vision und eine Hommage an die Kraft der Fantasie!
Mandalander schrieb:
am 10. April 2011 um 19:42:08
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Naja, Snyder ist nicht Rodriguez..
...und ist in diesem Sinne durchaus in der Lage Spektakel mit Tiefgang zu inszenieren. Mal abwarten!!
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