13.06.2011, 11:51 Uhr | dpa/CK
Im ARD-Tatort "Nasse Sachen" bekommt es Kommissarin Eva Saalfeld (Simone Thomalla) am Pfingstmontag um 20.15 Uhr mit ihrem persönlichsten Fall zu tun. Zwei Morde führen Saalfeld und ihren Ermittler-Kollegen Andreas Keppler (Martin Wuttke) zurück in die Abgründe des DDR-Regimes. Dabei macht die Kommissarin erstaunliche Entdeckungen über die eigene Vergangenheit und wird schließlich mit einer dramatischen Enthüllung konfrontiert. Doch was für Saalfeld ein harter Schlag ist, ist für den Zuschauer ein Glücksfall: Der Leipziger "Tatort" beginnt zwar langsam und bedächtig, zieht dann aber fest in seinen Bann und zeigt eindrücklich, dass die DDR-Vergangenheit noch kein abgeschlossenes Kapitel ist.
Der Titel des MDR-Krimis "Nasse Sachen" steht für eine besonders zynische, interne Bezeichnung des Ministeriums für Staatssicherheit, wenn Gewaltmaßnahmen gegen unliebsame Regimegegner geplant waren. Mordpläne sollen damals nur handschriftlich erstellt und von Minister Erich Mielke oder seinem Stellvertreter Gerhard Neiber persönlich abgezeichnet worden sein.
Doch bis das an die Oberfläche kommt, deutet alles auf einen Fall im Autoschiebermilieu hin. Erst wird die Leiche eines Autohändlers vor den Augen zweier Müllmänner aus einem Auto geworfen, dann wird dessen Angestellter Walter Rimbach erschlagen. Die Ermittler finden heraus, dass Rimbach seinen Chef getötet hat, bevor er selbst umgebracht wurde. Ein Mord ist also geklärt, aber warum wurde Rimbach erschlagen?
Rimbachs Tochter Karla (Claudia Michelsen) ist nicht sonderlich traurig über den Tod ihres Vaters. Sie und ihre Mutter hatten schon 1989 direkt nach der Wende den damaligen Volkspolizisten verlassen. "Mein Vater war ein 200-Prozentiger", erzählt sie. Schon als Fünfjährige habe er ihr Gute-Nacht-Geschichten über die Bedeutung seiner Arbeit im Kampf gegen den Klassenfeind erzählt.
Da kommt Thomas Kramm (Jörg Hartmann) als Verdächtiger ins Spiel, der Rimbach bedroht hat und ihn für das mysteriöse Verschwinden seines Vaters im Jahr 1983 verantwortlich macht. "Ich weiß, was da wirklich gelaufen ist, eine nasse Sache", sagt Kramm. Der fanatische Stasi-Jäger ist bereits mehrfach vorbestraft. Tötete er Rimbach aus Rache, als vermeintlichen Mörder seines Vaters?
Doch dann stoßen die Kommissare in alten Stasi-Akten auf einen überraschenden Namen - und schon bald kommt es zur hochdramatischen Auflösung, die Kommissarin Eva Saalfeld alles abverlangt. Die Schlusswendung ist zwar zugegebenermaßen nicht wirklich überraschend, aber dennoch überaus emotional und packend. Das Einschalten lohnt sich also auf jeden Fall!
Sind Sie bei Facebook? Werden Sie ein Fan von t-online.de!
Quelle: dpa
max025 schrieb:
am 14. Juni 2011 um 20:41:58
(0)
(0)
Tatort
Selten so ein an den Haaren herbei gezogenen tatort gesehen. Dieses Filmchen als beeindruckenden Umgang mit der DDR-Vergangenheit zu
bezeichnen ist gelinde gesagt haarsträubend.
mehr
Kommentar melden
Reinhold schrieb:
am 14. Juni 2011 um 08:38:18
(0)
(0)
Laute Musik
Die laute Musik war unerträglich. Ich mußte vorzeitig umschalten. Das Stasi-Thema interessiert in dieser Form auch nicht mehr.
Kommentar melden
SPW schrieb:
am 14. Juni 2011 um 07:15:32
(0)
(0)
Tatort immer unglaubwürdiger
Wer bitte schreibt denn solche Drehbücher? Unlogisch und an den Haaren herbei gezogen! Speziell die Sache mit
der Waffe im Fluchtauto war nur noch peinlich und käme nicht mal in einer Vorabendserie vor. Für mich der schlechteste Tatort des Jahres - und das will schon was heißen nachdem das Niveau immer weiter sinkt - leider
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Kelly Brook ist fleischgewordene Männerfantasie. zum Video