12.04.2011, 16:31 Uhr
Micky Wards (Mark Wahlberg) Halbbruder Dicky (Christian Bale) will aus Micky einen Boxweltmeister machen. (Foto: Senator/Central)
Micky Wards (Mark Wahlberg) Leben ist wahrlich kein Zuckerschlecken: trotz erbarmungsloser Schinderei in der Boxhalle tritt er sportlich auf der Stelle. Obwohl mit reichlich Talent gesegnet, wird er in seiner Karriere, die Halbbruder Dicky (Christian Bale) als Trainer und Mutter Alice (Melissa Leo) als seine Managerin betreuen, immer wieder zurückgeworfen. Seinen Lebensunterhalt verdient er mit einem Knochenjob als Straßenpflasterer, seine Tochter darf er wegen der Differenzen mit seiner Ex nur einmal in der Woche sehen. Als dann Dicky dank seiner Drogensucht ins Gefängnis kommt, scheint Mickys sportliche Karriere, noch bevor sie richtig in Fahrt kommen konnte, unwiderruflich beendet.
Doch dann lernt das junge, glücklose Boxtalent die Kellnerin Charlene (Amy Adams) kennen, die ihm den Glauben an seine eigene Stärke zurückgibt. Leider ist die Großfamilie Ward mit Mickys neuer Freundin nicht einverstanden. Die Spannungen wachsen derart, dass Micky seinen sieben Schwestern, der Mutter und dem inhaftierten Bruder den Rücken kehrt. Fortan widmet Charlene sich der Aufgabe, seine sportliche Laufbahn zu betreuen. Und bald stellen sich erste Wettkampferfolge ein. Charlene und die neu angeheuerte Crew um Micky stellen allerdings die harte Bedingung, dass die Familie Ward fortan für seine Karriere nicht mehr aktiv wird. Bei einem entscheidenden Titelkampf droht dem Boxer jedoch die fast sichere Niederlage. Es kommt zu einem spektakulären Zusammenschluss aller Familienangehörigen, Freunde und Förderer des in arge Bedrängnis geratenen Kämpfers, wodurch ihm ein aufsehenerregender Sieg gelingt.
David O. Russells Boxfilm "The Fighter" erzählt die wahre Geschichte eines Sportprofis, der nach vielen kämpferischen Rückschlägen dennoch den Sieg erringt. Der mühevolle Aufstieg des Boxtalents Micky Ward zur Weltspitze zeigt neben packenden Faustwettkämpfen auch Einblicke in das soziale und familiäre Milieu eines Underdogs, der sowohl privat wie auch sportlich oft auf die Matte geschickt wurde, aber genauso oft wieder aufstand. Deutlich hervorgehoben wird der Aspekt, dass nicht nur hartes Training und Talent für den Sieg entscheidend sind, sondern dass gerade beim Boxen auch die innere Verfasstheit eine große Rolle spielt. Der Film zeigt sich als kämpferisches Fairplay, den Boxsport aus der Schmuddelecke zu holen.
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