26.01.2011, 10:33 Uhr | dpa / AFP / mth
Der Historienfilm "The King's Speech" geht als großer Favorit ins Rennen um den diesjährigen Oscar. Der britische Film wurde in zwölf Kategorien des wichtigsten Filmpreises der Welt nominiert. Unter anderem hat er Chancen auf den Preis als bester Film, Colin Firth ist als bester Hauptdarsteller nominiert. Der Western "True Grit" von Joel und Ethan Coen kam auf zehn Nominierungen. Der Film rund um Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, "The Social Network", wurde achtmal nominiert. Beobachter hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit "The King's Speech" erwartet. Ebenfalls achtmal wurde der Thriller "Inception" nominiert, das Boxdrama "The Fighter" hat Chancen auf sieben Preise. Mit "Toy Story 3" hat außerdem erst zum dritten Mal ein Trickfilm die Chance auf den Oscar als bester Film.
"The King's Speech" tritt an gegen das Ballett-Drama "Black Swan", die Box-Geschichte "The Fighter", den Science-Fiction-Hit "Inception", die Geschichte einer lesbischen Familie "The Kids Are All Right", den Überlebensthriller "127 Hours", den Facebook-Film "The Social Network", den Trickfilm "Toy Story 3", den Western "True Grit" und den Krimi "Winter's Bone". Hoffnungen auf den begehrtesten Filmpreis der Welt in der Kategorie Bester Schauspieler dürfen sich demnach Colin Firth ("The King's Speech"), Jesse Eisenberg ("The Social Network"), James Franco ("127 Hours"), Javier Bardem ("Biutiful") und Jeff Bridges ("True Grit") machen. Bei den Frauen wurden Natalie Portman ("Black Swan"), Annette Bening ("The Kids Are All Right"), Nicole Kidman ("Rabbit Hole"), Jennifer Lawrence ("Winter's Bone") und Michelle Williams ("Blue Valentine") nominiert.
Auch der deutsche Filmkomponist Hans Zimmer (53) hat Chancen auf einen Academy Award. Die Ehre wurde dem gebürtigen Frankfurter für seine Vertonung des Films "Inception" von Regisseur Christopher Nolan zuteil. In der Kategorie "Filmmusik" gehen mit ihm die Kompositionen für die Filme "The King's Speech", "127 Hours", "The Social Network" und "Drachenzähmen leicht gemacht" ins Rennen. Bei der Vergabe der Golden Globes Mitte Januar war Zimmer leer ausgegangen, die goldene Weltkugel für die beste Musik holte "The Social Network". Zimmer ist bereits zum neunten Mal für Hollywoods höchsten Preis nominiert worden, den er 1995 für "Der König der Löwen" gewinnen konnte.
Gleich zwei deutsche Filmemacher können sich Hoffnungen auf einen Oscar in der Kategorie "animierter Kurzfilm" machen. Die beiden deutschen Regisseure Max Lang und Jakob Schuh schafften es mit der britischen Trickfilmproduktion "The Gruffalo" ("Der Grüffelo") auf die Liste der fünf Zeichentrick-Anwärter. Mit im Rennen sind die Kurzfilme "Day & Night" aus der kalifornischen Trickfilmschmiede Pixar, "Let's Pollute", "The Lost Thing" und "Madagascar, carnet de Voyage". In der Zeichentrick-Sparte war es zuletzt 1997 Thomas Stellmach und Tyron Montgomery mit "Quest" gelungen, den Kurzfilm-Oscar nach Deutschland zu holen.
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dpa / AFP / mth
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