16.06.2011, 11:57 Uhr | kranki
Im Amerika der 50er Jahre ist die Welt scheinbar noch in Ordnung - auch für den kleinen Jack (Hunter McCracken), der als ältester von drei Brüdern im Mittleren Westen aufwächst. Zwischen dem sonntäglichen Gang zur Kirche und den gemeinsamen Abendessen mit der Familie spürt der Junge jedoch schon früh eine schicksalhafte Zerrissenheit, die sein Leben bestimmen soll. Dank seiner Mutter (Jessica Chastain) lernt Jack nämlich, was Liebe, Verständnis und Mitgefühl bedeuten und wie man die Menschen durch sein Herz betrachtet. Von seinem Vater (Brad Pitt) dagegen erfährt er nur etwas über die feindliche Welt, in der man stark und unnachgiebig sein muss. Aber was ist richtig - und was ist richtig für Jack?
Auch als Erwachsener hat Jack (Sean Penn) auf diese Frage für sich noch immer keine Antwort gefunden. Nach einer von Leid und Tod geprägten Kindheit ist er verzweifelt auf der Suche nach einem Weg für sich. Er sehnt sich nach einem allgemeinen, unveränderlichen Sinn im Leben - nach etwas, auf das Verlass ist, woran man sich festhalten kann. Längst fühlt er sich deshalb nicht nur vollkommen verloren in der modernen Welt, deren großen Zusammenhang er einfach nicht verstehen kann, er ist auch vom Leben selbst überfordert. Bis ein einschneidendes Erlebnis plötzlich alles für ihn verändert und ihm vielleicht sogar die wichtigen Antworten bietet, die er schon so lange sucht...
Es gibt Filme, die uns einfach nur unterhalten. Die Filme von Terrence Malick ("Der schmale Grat") dagegen schicken uns immer wieder auf eine faszinierende, intensive Reise zu den Geheimnissen des menschlichen Lebens. Anders ist das auch bei seinem neusten Meisterwerk "The Tree of Life" nicht. Hier erzählt der Regisseur nicht nur die Geschichte einer einfachen texanischen Familie in den USA der 1950er Jahre, er macht sich dabei gleichzeitig auf die Suche nach den Ursprüngen unserer Welt, nach ihrem Sinn und ihren inneren Zusammenhängen - und das in grandiosen, suggestiven Bildern und mit Starbesetzung. Neben Brad Pitt ("Inglourious Basterds") konnte Terrence Malick nämlich auch Oscar-Preisträger Sean Penn ("Milk") für das Drama gewinnen. Ein emotional aufreibender Film, auf den man sich einlassen können muss.
Filmstart: 16. Juni 2011
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Quelle: t-online.de
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