04.08.2010, 15:15 Uhr
Fußball ist die große Leidenschaft des 11-jährigen Themba (Emmanuel Soquinase). (Foto: alpha medienkontor GmbH)
Zusammen mit seiner Mutter Mandisa (Simphiwe Dana) und seiner jüngeren Schwester Nomtha (Anisa Mhlungula) lebt der elfjährige Themba (Emmanuel Soquinase) in einem kleinen Dorf in Südafrika. Das Leben der Kinder ist hart und, seit der Vater verschwand, trotz Mandisas Bemühungen von Armut geprägt. Dennoch lässt Themba sich nicht unterkriegen, sondern träumt von einer Karriere als Profifußballer. Gemeinsam mit seinem besten Freund Sipho (Melabantu Maxhama) gründet er eine eigene Mannschaft und tritt mit dieser sogar recht erfolgreich bei einem Jugendturnier an. Dort wird auch John Jacobs (Jens Lehmann), der Trainer von Ajax Kapstadt, auf den Jungen aufmerksam und gibt ihm seine Visitenkarte. Doch so gut es auf dem Fußballfeld läuft, so negativ entwickelt sich die Situation zuhause. Der zwielichtige Luthando (Patrick Mofokeng) hat sich Mandisas Vertrauen erschlichen und macht sich im Haus der Familie breit.
Mandisa beschließt ihrer Armut ein Ende zu setzten, indem sie nach Kapstadt geht, um dort zu arbeiten. Ihre Kinder lässt sie bei Luthando im Dorf. Kaum dass die Mutter aus dem Haus ist, zeigt Luthando sein wahres Gesicht, betrinkt sich regelmäßig und bedrängt die völlig verängstigte Nomtha. Eines Nachts versucht Luthando, das Mädchen zu vergewaltigen. Themba schreitet ein, Luthando ist aber stärker und schlägt den Jungen bewusstlos. Als Themba wieder zu sich kommt, wird ihm klar, dass Luthando ihn missbraucht hat. Gemeinsam mit seiner Schwester flieht der Junge nach Kapstadt, wo ihn der nächste Schicksalsschlag trifft: Seine Mutter ist an Aids erkrankt. Auf der Suche nach Arbeit erinnert sich Themba an die Visitenkarte, die er von Jacobs erhielt und ruft ihn an. Von nun an scheint sich alles zum Besseren zu wenden, denn der Trainer ist immer noch am Talent des Jungen interessiert und gibt ihm eine Chance. Da erfährt Themba, dass Luthando Mandisa mit dem Aids-Virus angesteckt hat...
2006 erschien Lutz van Dijks Jugendbuch "Themba", das den Kampf eines armen afrikanischen Jungen schildert, seinen Traum vom Profifußball zu realisieren. Vier Jahre später, zeitlich passend zur WM 2010, bringt Regisseurin Stefanie Sycholt diese mitreißende und sozialkritische Coming-of-Age Story auf die Kinoleinwand und versteht es, sie publikumswirksam und ansprechend emotional zu erzählen. Ein gelungener Film mit dem ehemaligen Nationaltorwart Jens Lehmann als Schauspieldebütant.
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