24.02.2010, 16:14 Uhr | dpa
Alice Schwarzer mit Günther Jauch beim "Wer wird Millionär?"-Promispecial. (Foto: dpa)Es geht um eine 500 000-Euro-Spende aus der RTL-Show "Wer wird Millionär?" und um einen Betrugsverdacht: Die "Emma"- Herausgeberin Alice Schwarzer hatte das Geld bei der Prominentenausgabe der Sendung gewonnen und im September 2009 dem Berliner Frauennothilfe-Verein Hatun & Can gespendet. Doch mittlerweile wirft sie dem Verein Betrug und Untreue vor. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt, bereits im Dezember 2009 wurden bei einer Durchsuchung Vereinsunterlagen beschlagnahmt sowie Bankkonten eingefroren und ein Geländewagen sichergestellt, wie Behördensprecher Martin Steltner am Donnerstag bestätigte. Der Rechtsanwalt des Vereins, Hubert Dreyling, sprach von haltlosen Verdächtigungen und widerlichen Gerüchten.
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Die Ermittlungen kamen ins Rollen, nachdem Schwarzer, die deutsch-türkische Autorin Necla Kelek und der Privatsender RTL Strafanzeige gestellt hatten. Der "Bild"-Zeitung und dem Berliner "Tagesspiegel" schilderten Schwarzer und Kelek, dass es auf Fragen nach der Verwendung der Spendengelder keine befriedigenden Antworten gegeben habe. Schwarzer will das Geld nun zurückhaben und neu verteilen.
Der gemeinnützige Verein Hatun & Can war nach dem Tod der Deutsch-Kurdin Hatun Sürücü gegründet worden, die vor fünf Jahren in der Hauptstadt einem sogenannten Ehrenmord zum Opfer fiel. Hatuns kleiner Sohn Can kam seinerzeit in die Obhut einer Pflegefamilie. Der Mord hatte bundesweit die Öffentlichkeit aufgewühlt und eine Debatte über Parallelgesellschaften in Deutschland ausgelöst. Der Verein machte es sich zur Aufgabe, Mädchen und Frauen aus Einwandererfamilien vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren und Bedrohten beim Untertauchen zu helfen. Der Verein arbeitet aus Sorge vor Anschlägen nahezu konspirativ, er hat kein Büro und außer E-Mail-Adressen nur ein Postfach. Der Vereinsgründer nennt sich in der Öffentlichkeit Andreas Becker.
Beckers Anwalt Dreyling äußerte sich empört über Schwarzer. "Hier werden Leute kriminalisiert, ohne ein Beweismittel in der Hand zu haben", sagte Dreyling der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Damit macht man den Verein kaputt." Der Anwalt nannte Schwarzer eine "Wichtigtuerin und Selbstdarstellerin ohnegleichen". Sie habe Gelder zurückverlangt, mit denen sie nichts zu tun habe. Denn es handele sich um RTL-Gelder, die der Sender als Spenden steuerlich habe geltend machen können. "Wir haben nichts zu verbergen", sagte der Rechtsanwalt.
dpa
Reichl Uwe schrieb:
am 12. Februar 2011 um 23:01:39
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Schwarzer
Die Frau Schwarzer muß weg die ist nicht ganz Normal.
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manske schrieb:
am 9. Februar 2011 um 11:06:36
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gewinn
der anwalt hat den nagel auf dem Kopf getroffen!
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