13.07.2011, 14:32 Uhr
Schon in Kindheitstagen lieferten sich Werner und Holgi heftige Rennduelle. Leider konnte Werner Holgi nie das Wasser reichen. Das soll sich jetzt ändern... (Foto: Constantin)
Endlich ist sie da: die wahre Geschichte des plattdeutsch sprechenden Comic-Helden Werner. Erschaffer Brösel (Rötger Feldmann) zeichnete und schrieb Seite für Seite seines Lebenswerks. Nun streckt er auf der idyllischen Urlaubsinsel Korsika alle Viere von sich und lässt geschafft den Griffel fallen. Brösel sollte sich eigentlich freuen, doch er ist frustriert. Neumodische Comicfiguren mit riesigen Manga-Augen scheinen seinem Werner den Platz streitig zu machen. Ist Werner etwa out? Kann er seinen Beruf an den Nagel hängen? Brösel wagt zur Abkühlung einen Kopfsprung, doch der niedrige Wasserpegel katapultiert ihn ins Leichenschauhaus. Dort wird er sorgfältig auf Eis gelegt, damit sein Körper taufrisch die norddeutsche Heimat erreicht. Eine tragische Geschichte, in der Verlagsboss Hermann Seidel jedoch jede Menge Potenzial entdeckt...
Nach dem Ableben eines Künstlers rollt bekanntlich der Rubel. Die Werke bekommen plötzlich einen ganz anderen Wert - so soll dann auch "Werner" sein Revival feiern. Seine triumphale Geschichte begann bereits im zarten Alter von circa einem Jahr. Als Werner in seinem wenig komfortablen Kinderwagen sitzt, fordert ihn Baby Holgi mit seinem Designermodell zu einem Duell heraus. Den schnatternden Müttern entgeht der Startschuss, und in Windeseile rasen Werner und Holgi in ihren Kinderwagen bergab Richtung Innenstadt. Holgi begleitet Werner auf seinem kurvenreichen Lebensweg, somit folgen in den kommenden Jahren Rennen auf klapprigen Rollern, rostigen Mopeds und dicken Maschinen. Mit den Lebensjahren sammelt Werner auch fleißig Punkte in Flensburg. Die Polizei hat zu danken: ohne Werners Einsatz gäbe es weitaus weniger Arbeitsplätze. Doch wie geht es nun weiter mit Werner und dem auf Eis gelegten Brösel?
Mit "Werner - Beinhart!" feierten Comiczeichner Brösel, Regisseur Michael Schaack und Produzent Bernd Eichinger einen riesigen Leinwanderfolg. Mehr als 20 Jahre später kann man auf drei weitere Werner-Filme zurückblicken ("Das muss kesseln", "Volles Rooäää!!!", "Gekotzt wird später!"). Mit "Werner - Eiskalt!" folgt vermutlich "die Krone der Schöpfung". Das Doku-Drama führt zurück zu den Anfängen, als Werner auf kleinem Fuß, oder auch Rädern, die Welt entdeckt. Regisseur Gernot Roll ("Männersache") inszenierte eine Zeitreise, die abenteuerliche Machtkämpfe, schräge Dialoge und eine packende Rahmengeschichte bereithält, in der Brösel auf Eis gelegt wird. Eine wahre Enthüllung im Kinoformat.
Eckhard schrieb:
am 21. Juni 2011 um 14:08:14
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Werner
Dat wird geil ey!
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