07.11.2011, 13:00 Uhr | CK/SKO
"Nein, ich werde es nicht machen." Mit diesen Worten beendete Hape Kerkeling am Samstagabend endgültig jede Spekulation, dass er Thomas Gottschalks Nachfolger bei "Wetten, dass..?" werden könnte. Zwar sei es sehr schmeichelnd gewesen, was in der Presse alles über ihn geschrieben wurde, aber: "Nein, ich möchte nicht." Als Hauptgrund für seine Absage nannte der vielseitige Entertainer seinen Wunsch, sich auch zukünftig unterschiedlichen Projekten widmen zu können. So plane er unter anderem ein weiteres Buch und eine Dokumentarreihe. Die Übernahme der "Wetten, dass..?"-Moderation hätte ihn darin zu sehr eingeschränkt, so dass selbst Gottschalk nur noch antworten konnte: "Ich sehe es ein." Die Bilder der Sendung gibt's in unserer Foto-Show.
Seit Monaten war Kerkeling als heißester, sogar als einziger wirklich ernstzunehmender Kandidat gehandelt worden - doch nun ist die Frage der "Wetten, dass..?"-Nachfolge wieder völlig offen. Gottschalk selbst hielt sich dazu überaus bedeckt. Nachdem Kerkeling kurz nach 22 Uhr die Bombe platzen ließ, wollte der Showmaster schon wieder zu einem anderen Thema übergehen. Auf Nachfrage von Otto Waalkes, wie es denn nun weitergehe mit der Moderation, sagte Gottschalk knapp: "Es gibt Alternativen." Dann monierte er, wohl nur halb im Scherz: "Wir reichen hier 'ne Sendung rum und keiner will sie."
Dabei hatte zu Beginn von "Wetten, dass..?" alles danach ausgesehen, als habe Kerkeling sich anders entschieden: Denn statt Gottschalk betrat er um 20.15 Uhr die Bühne und eröffnete in seiner Rolle als Horst Schlämmer die Show. Das schien ein klares Statement zu sein, bis Schlämmer sich zum Thema der Nachfolge äußerte und sagte: "Kerkeling wird’s nicht." Das konnte man noch als Scherz abtun, lautete die Begründung für die Absage doch, der Entertainer habe zu hoch gepokert und unglaubliche 5.000 Mark pro Show verlangt. Aber als schließlich Thomas Gottschalk die Bühne betrat und die Show von Kerkeling/Schlämmer übernahm, sagte letzterer deutlich, dass er zwar gerne einmal "Wetten, dass..?" anmoderiere, aber: "Nur einmal im Leben und dann nie wieder." Das klang schon sehr nach Absage, doch war nicht klar: Hatte das nun Kerkeling als er selbst gesagt oder in seiner Rolle als Schlämmer? Gottschalk jedenfalls ging einfach darüber hinweg und versprach, die Nachfolge noch einmal bei Kerkelings späterem Auftritt in der Show zum Thema zu machen - so dass man als Zuschauer auf glühenden Kohlen saß und nur wissen wollte: War das jetzt ein Trick oder macht es Hape wirklich nicht? Und wer macht es denn sonst?
Die Zeit bis zu Hapes zweitem Auftritt als Wettpate zog sich deshalb wie Kaugummi. Während man nur gebannt auf die große Verkündung wartete, plätscherten die mäßig spannenden Wetten wie das blinde Erkennen von Klositzen oder das Balancieren auf Flaschen ebenso vor sich hin wie die Gespräche auf der vorwiegend deutsch besetzten Wettcouch. Immerhin setzten Michelle Hunziker und Andrea Sawatzki beeindruckende optische Akzente und lieferten sich mit tief ausgeschnittenen Roben ein wahres Dekolleté-Duell. Doch das allein nützte nicht aus, um die Zeit bis zu Kerkelings Rückkehr auf die Bühne zu überbrücken - und Gottschalk machte es verdammt spannend, indem er das Thema einfach totschwieg.
Doch kaum hatte Kerkeling um kurz nach 22 Uhr die Bombe platzen lassen, platzte endlich auch der Knoten bei "Wetten, dass..?" und es wurde trotz allem noch ein richtig unterhaltsamer Fernsehabend. Zum Finale fuhr Gottschalk noch einmal grandiose Wetten auf: Ein Kandidat schaffte es, unter Wasser und mit verbundenen Augen einen Zauberwürfel zu lösen und wurde dafür zu Recht Wettkönig. Bei der Klassikwette hingegen überraschte das ZDF mit dem ersten prominenten Wettkandidaten der Showgeschichte: Stargeiger David Garrett musste anhand der Aufnahmen von Geigensoli erkennen, um welches Instrument, welchen Interpreten und welchen Dirigenten es sich handelt. Selbstverständlich machte Garrett seine Sache gut – schließlich ist das ja genau sein Themengebiet. Interessant mit anzusehen war das trotzdem.
Auch die anderen Promigäste erwiesen sich am Ende noch als überaus lustige Truppe. So verkündete Justin Timberlake, er könne gerne "Wetten, dass..?" übernehmen, auch wenn er aufgrund seiner mangelnden Deutschkenntnisse das Publikum nur mit: "Herzlich willkommen bei ‚Wetten, dass..?’ - ich habe einen Schraubenschlüssel" begrüßen könne. Und die deutschen Gäste hatten sich für Gottschalks vorletzte Sendung noch eine wunderschöne Überraschung überlegt. Unter Federführung von Udo Lindenberg sangen Clueso, Dirk Bach, Hape Kerkeling, Otto Waalkes, Wladimir Klitschko, David Garrett, Andrea Sawatzki und Michelle Hunziker dem Showmaster gemeinsam ein Ständchen, "Tommy, mach dein Ding", eine liebevoll auf Gottschalk umgemünzte Version des Lindenberg-Hits "Mein Ding". Der blondgelockte Showmaster war von der Darbietung sichtlich gerührt und schien sich nur mit Mühe ein Tränchen verkneifen zu können. Kein Wunder: Das Ende seiner "Wetten, dass..?"-Ära naht in Riesenschritten - und nun ist auch noch der Nachfolger abgesprungen.
Unterdessen teilte das ZDF mit, Kerkelings Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis genommen zu haben. Kerkeling habe den Sender vorab über seine Entscheidung informiert. "Es ist schade, dass er das Angebot nicht annimmt, aber ich respektiere seine Entscheidung und ihre Begründung", so Programmdirektor Thomas Bellut. Im Übrigen bleibe es dabei, dass die Entscheidung über die Nachfolge erst nach der letzten von Thomas Gottschalk präsentierten "Wetten, dass..?"-Ausgabe im Dezember fallen werde. Auch werde es, so Bellut, definitiv eine Pause geben, in der die Redaktion gemeinsam mit dem neuen Moderator an einer Weiterentwicklung des Showformats arbeiten werde.
Beim Quoten-Rennen "Wetten, dass..?" gegen "Das Supertalent" hatte am Samstagabend das ZDF beim Gesamtpublikum die Nase vorne. So sahen sich knapp zehn Millionen Zuschauer "Wetten, dass..?" an, während dies beim "Supertalent" nur 6,4 Millionen waren. Einzig beim jungen Publikum der 14- bis 49-Jährigen verzeichnete Bohlens Castingshow einen leichten Vorsprung.
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Quelle: dpa , t-online.de
Syren Ní Changell schrieb:
am 6. November 2011 um 18:28:42
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Wetten dass...?
Bürger der ersten Stunde, das ich als Irin weis was Respekt heißt!, nur bringe ich diesen denen entgegen die Ihn verdienen,
dazu gehören auf keinen Fall die Merkel, der Rösler und einige andere Menschen, denn die haben auch kein Respekt vor Ihrem Volk, mal drüber Nachdenken!, wünschen Ihnen einen schönen Abend.
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Samstag Fernsehen schrieb:
am 6. November 2011 um 18:17:03
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In unserem kollektiven Gedächtnis seit 30 Jahren
Ohne den Kapitän Gottschalk an Bord wird es nichts. Alle sonstigen Nachfolger sind nur
Leichtmatrosen. Kerkeling wäre die einzig annähernd passable Alternative zu Gottschalk gewesen. Mit seiner Absage wird wohl nun das bereits seit längerem schwankende Flakschiff "Wetten dass..." endgültig untergehen. - Auch wenn Gottschalk über all die Jahre Qualitätsschwankungen hatte, so doch meist auf hohem Niveau. Danke Thomas, für viele, viele schöne Abende. Man wird noch sehen, wie sehr Du fehlst.
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Zuseher schrieb:
am 6. November 2011 um 18:14:53
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Kerkeling erteilt eine Absage
Denke doch das er es im Spaß sagte, denn er war nie für diese Show vorgesehen, denn man selbst weis doch noch
gar nicht wer es machen soll,
Stefan Raab wäre eher der allerletzte denke ich, von der Lippe oder Bach gingen schon, Angie wäre der Knaller, eine tolle Idee leider aber nicht machbar. Am allerbesten sollte man diese Sendung einschlafen lassen denke ich aber, denn niemand wird diese Toppen können, niemand.
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