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25 Jahre Live Aid: Rock für Afrika

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25 Jahre Live Aid

13.07.2010, 19:23 Uhr | LS

Lady Di, Prinz Charles und Bob Geldof beim Live-Aid-Konzert 1985. (Foto: dpa)

Lady Di, Prinz Charles und Bob Geldof beim Live-Aid-Konzert 1985. (Foto: dpa)

Mehr als 16 Stunden Musik, über 50 Bands und Solo-Künstler sowie 1,5 Milliarden Zuschauer und Zuhörer weltweit - die Benefizveranstaltung Live Aid war 1985 das bis dato größte Rockkonzert der Welt. Maßgeblich von Bob Geldof organisiert, war es die Fortsetzung des Band-Aid-Projektes und dessen Hit "Do They Know It's Christmas?" und sollte zum Spenden für die Hungerhilfe in Afrika aufrufen. Dort, hauptsächlich in Äthiopien, litten zu jener Zeit circa acht Millionen Menschen aufgrund von dürrebedingten Ernteausfällen und politischen Unruhen an Hunger. Schätzungen zufolge starben bis zu eine Million Menschen. Grund genug für Stars wie Phil Collins, Elton John, Sting oder Madonna sich in den Dienst der guten Sache zu stellen und bei zwei parallel stattfindenden Konzerten in London und Philadelphia aufzutreten. Am Ende kamen umgerechnet etwa 102 Millionen Euro an Spendengeldern zusammen. Am 13. Juli jährt sich Live Aid zum 25. Mal.

Die Künstler, die die Bühnen im Londoner Wembley Stadion und im John F. Kennedy Stadion in Philadelphia betraten, waren das Who-Is-Who der Rock- und Pop-Szene jener Zeit. Neben den Top-Stars der 80er Jahre wie Duran Duran, Ultravox, Spandau Ballet oder Nik Kershaw, rauften sich aber auch einige Rocklegenden vergangener Jahre wieder für einen gemeinsamen Auftritt zusammen. So spielten Black Sabbath zum ersten Mal nach sechs Jahren wieder mit Sänger Ozzy Osbourne. Crosby, Stills, Nash & Young hatten seit 1974 nicht mehr zusammen gespielt. Und Led Zeppelin, 1980 nach dem Tod ihres Drummers John Bonham aufgelöst, traten mit Phil Collins am Schlagzeug auf. Der frühere Genesis-Trommler war auch der einzige Künstler, der sowohl in London, als auch in Philadelphia auftrat. Die Concorde brachte ihn von der britischen Hauptstadt in die US-Metropole.

Queen übertrafen alle

Andere Bands ließen sich aber selbst für dieses Benefizevent nicht zu einer Reunion hinreißen. Sting spielte ohne The Police. Mick Jagger ohne die Stones, obwohl Keith Richards und Ron Wood anwesend waren und gemeinsam mit Bob Dylan auftraten. Ihnen allen aber stahl eine Band die Show: Queen. Ihr mitreißender Live-Aid-Auftritt wurde noch zwanzig Jahre später von Musikern und Journalisten in England zum besten Live-Gig aller Zeiten gewählt. Gut nachzuvollziehen ist die Wahl auf der Live-Aid-DVD, die 2004 veröffentlicht wurde.

Kritik und Vorwürfe

Leider legte sich über das Live-Aid-Projekt im März 2010 ein dunkler Schatten. Ein BBC-Journalist behauptete, ein Teil der Spendengelder von 1985 seien von äthiopischen Rebellen ergaunert worden. Es ist die Rede von 100 Millionen Dollar, von denen 95 Prozent für Waffen ausgegeben worden seien. Die BBC beruft sich dabei auf Rebellenführer der damaligen Befreiungsfront von Tigray, die in jener Zeit gegen die Regierung in Addis Abeba kämpften. CIA-Dokumente stützen diese These. Kritik an der Hilfe durch Live Aid gab es auch schon 1985, weil nur ein kleiner Teil Äthiopiens von der Dürre betroffen war und laut Ärzte ohne Grenzen bei Zwangsumsiedlungen in jener Zeit mehr Menschen ums Leben gekommen seien als durch Hunger und Unterernährung. Bob Geldof streitet die Vorwürfe ab. Kein Cent sei verloren gegangen.

Aus Live Aid wird Live 8

Geldofs Engagement ist dennoch hoch anzurechnen. 2005 stellte er anlässlich des G8-Gipfels in Schottland das Live-8-Event auf die Beine. "Wir wollen nicht euer Geld, wir wollen eure Stimme!", hieß es diesmal. Es ging um einen Schuldenerlass für die ärmsten Länder Afrikas. An zehn Orten der G8-Staaten sowie in Südafrika traten etwa 170 Künstler auf und sammelten 24 Millionen Unterschriften.


Quelle: t-online.de

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Kommentare (3)

zum Forum

Thema: "25 Jahre Live Aid: Rock für Afrika"

snape schrieb: am 13. Juli 2010 um 19:40:44
(0) (0) Live Aid+Sting
Kann mich noch ganz genau erinnern. Sting spielte erst in London und Abendes dann in der Waldbühne in Berlin. Es war ein tolles Konzert.

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Martina schrieb: am 13. Juli 2010 um 12:28:39
(0) (0) Live Aid
Peinlich, wenn immer von Bob Geldorf die Rede ist. Der heißt Geldof!!

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Der Holg schrieb: am 13. Juli 2010 um 11:23:12
(0) (0) Live Aid
Ein toller Bericht über 25 Jahre Live Aid. Jedoch ist John Bonham von Led Zepellin gestorben. Sein ebenfalls trommelnder Sohn Jason lebt noch !!!

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