26.07.2011, 11:57 Uhr | dpa / AFP / jho
Amy Winehouse ist tot. (Foto: dpa)
"Sie hinterlässt ein gähnendes Loch in unseren Leben" - mit diesen Worten brachte die Familie von Amy Winehouse am Sonntag in einer schriftlichen Erklärung ihre Trauer zum Ausdruck. Die am Samstag im Alter von 27 Jahren verstorbene Sängerin wurde als "wunderbare Tochter, Schwester, Nichte" bezeichnet. "Wir kommen zusammen, um ihrer zu gedenken, und wir wären für etwas Ruhe und Platz dankbar in dieser furchtbaren Zeit", bat die Familie.
Ihr Vater Mitch, der in London als Taxifahrer arbeitet, stand der Sängerin besonders nah. Mit seiner Begeisterung für Musik hatte er seit ihrer Kindheit einen tiefen Einfluss auf sie. Die Nachricht ihres Todes erreichte ihn am Samstag in New York, von wo er noch am Abend ein Flugzeug zurück nach London nahm. Er hatte wiederholt besorgt über ein "langsames und schmerzhaftes Sterben" seiner Tochter gesprochen, falls sie ihre Drogen- und Alkoholprobleme nicht in den Griff bekomme.
Amys Mutter Janis sagte der Zeitung "Daily Mail", sie habe ihre Tochter noch am Freitag gesehen und den Tag mit ihr verbracht. Zwar sei sie seit langem in großer Sorge um Amy gewesen, am Freitag sei es ihrer Tochter aber vergleichsweise gut gegangen. Eine Obduktion soll nun klären, woran Amy Winehouse gestorben ist. Die Ergebnisse der für heute angesetzten Untersuchung könnten erst morgen vorliegen, heißt es von der britischen Polizei. Die Sängerin war am Samstagnachmittag tot in ihrer Wohnung im Norden Londons gefunden worden. Ein Polizeisprecher bat darum, von Spekulationen um die Todesursache abzusehen. Mehrere Medien hatten berichtet, die seit langem mit Drogen- und Alkoholproblemen kämpfende Sängerin sei an einer Überdosis gestorben. Außerdem machten Gerüchte die Runde, jemand sei kurz vor ihrem Tod bei Winehouse gewesen. Nachbarn wollten Schreie gehört haben. Die Polizei betonte, es sei niemand festgenommen worden.
Fans trauerten rund um den Globus um die Königin des Soul, die Millionen Platten verkaufte und neben anderen Preisen fünf der begehrten Grammys gewann. Die in London aufgewachsene Sängerin war für ihre charakteristische, rauchige Soulstimme berühmt. Ihr Album "Back to Black" (2006) machte sie weltbekannt. Zu ihren Markenzeichen gehörten eine auffällige Bienenkorb-Frisur und ein dicker schwarzer Lidstrich. Winehouse kämpfte seit Jahren gegen Alkohol- und Drogenprobleme und war mehrfach in Entzugskliniken. Außerdem litt sie an Depressionen und Bulimie, es gab Anzeichen für Selbstverletzungen. Auch ihr Beziehungsleben war problematisch. 2009 ließ sie sich nach kurzer Ehe von Blake Fielder-Civil scheiden, der derzeit eine Haftstrafe wegen Einbruchs absitzt.
Zuletzt hatte Winehouse Ende Juni eine geplante Europatournee absagen müssen, nachdem sie bei einem Konzert in Belgrad betrunken über die Bühne getorkelt und von den Zuschauern ausgebuht worden war. Sie arbeitete allerdings an einer neuen Platte. Erst vergangenen Mittwoch war sie zusammen mit ihrer Patentochter bei einem Konzert in London aufgetreten. Dort hatte sie gefasst gewirkt und die Zuschauer aufgefordert, ihr neues Album zu kaufen.
Der frühe Tod der Sängerin löste weltweit Betroffenheit aus. Vor ihrem Haus legten Fans Blumen und Karten nieder. Die Internetseite der Sängerin zeigte am Sonntag lediglich ein Schwarz-Weiß-Bild von ihr. Alle anderen Funktionen waren abgeschaltet. Kelly Osbourne, Tochter von Musiker Ozzy Osbourne und Freundin von Winehouse, schrieb beim Internetdienst Twitter: "Ich kann kaum atmen, weil ich so weinen muss." Sängerin Lilly Allen textete: "Das ist jenseits von traurig, sonst gibt es nichts zu sagen. Sie war so eine verlorene Seele, möge sie in Frieden ruhen." Tänzerin Dita von Teese schrieb, sie sei "am Boden zerstört": "Ich habe unglaubliche Zeiten mit Amy verbracht. Sie hat einmal eine ganze Stunde für mich gesungen, das war das Schönste und Berührendste, das es gibt. Ein gigantischer Verlust." Der Comedian Russell Brand, der selbst einst Drogenprobleme hatte, forderte, Sucht solle nicht als Straftat angesehen und auch nicht romantisch verklärt, sondern als Krankheit betrachtet werden, die tödlich endet. "Sucht ist eine ernsthafte Krankheit; sie endet im Gefängnis, in psychiatrischen Einrichtungen oder mit dem Tod", hieß es in dem Statement, dass der Mann von Sängerin Katy Perry auf seiner Internetseite veröffentlichte. Es sei tragisch, dass die Medien meist stärker an Skandalen als an Talent interessiert seien.
Quelle: AFP , dpa
anneliese schrieb:
am 25. Juli 2011 um 14:02:44
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Amy
Amy hat das Leben in vollen Zügen genossen! Sie hat sich das Leben im Drogensumpf sich! ausgesucht Mir tun die Eltern leid, da es
schlimm ist, wenn man seinem Kind nicht helfen kann!
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Sky schrieb:
am 25. Juli 2011 um 14:02:10
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Amy Winehouse
RIP----------------------------Amy
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Judith schrieb:
am 25. Juli 2011 um 14:01:29
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Amy war eine großartige Künstlerin
Ich finde es ehrlich schade! Schade um die talentierte Sängerin und ewig schade ist, dass sie nur zwei
Alben produziert hat. Ich bin mir sicher, uns hätte noch Grandioses erwartet von ihr:-((. RIP Amy!
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