24.07.2011, 10:00 Uhr
Die britische Sängerin Amy Winehouse ist tot. Die 27-jährige Musikerin sei leblos in ihrer Wohnung im Norden Londons aufgefunden worden, teilte die Polizei mit. Die Todesursache sei noch unklar. Der Rettungsdienst teilte mit, gegen 16.54 Uhr MESZ (15.54 Ortszeit) seien zwei Krankenwagen zur Wohnung der Künstlerin gerufen worden. Der Notarzt habe aber nur noch den Tod von Winehouse feststellen können. Die Obduktion der Leiche von Sängerin Amy Winehouse wird Informationen des Senders BBC zufolge erst am Montag stattfinden. Mit Ergebnissen und Hinweisen auf die Todesursache werde daher erst im Laufe des Montags oder am Dienstag gerechnet, berichtete der britische Sender am Sonntag.
Mehrere Medien hatten berichtet, die seit langem mit Drogen- und Alkoholproblemen kämpfende Sängerin sei an einer Überdosis oder einer Alkoholvergiftung gestorben. Außerdem machten Gerüchte die Runde, jemand sei kurz vor ihrem Tod bei Winehouse gewesen. Nachbarn wollten Schreie gehört haben. Die Polizei betonte, es sei niemand festgenommen worden. Zuletzt hatten britische Boulevardmedien "Freunde" von Amy Winehouse zitiert, die sich besorgt über ihren Alkoholkonsum äußerten. Sie trinke große Mengen Wodka und werde sich zu Tode trinken, hieß es. Berichten zufolge hatte sie erst im Juni einen Alkoholentzug in London abgeschlossen. Ende Juni hatte sie alle Konzerte ihrer für den Sommer geplanten Comeback-Tournee in Europa abgesagt. Zuvor hatten sie die Fans bei einem Konzert mit 20.000 Zuhörern in Belgrad ausgebuht, weil sie offenbar zu betrunken war, um zu singen.
Unzählige Stars und Freunde der exzentrischen Soul-Diva teilten ihre Trauer über den Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter. "Es ist so traurig, solch ein Talent gehen und ihr Leben in einer Tragödie enden zu sehen", schrieb US-Country-Sängerin LeAnn Rimes. Kelly Osbourne gestand: "Ich kann gerade kaum atmen, so sehr weine ich. Ich habe eine meiner besten Freundinnen verloren. Ich werde dich immer lieben, Amy, und dein wahres Ich niemals vergessen." Mick Hucknall von der Gruppe Simply Red würdigte Amy Winehouse als "bei weitem beste britische Sängerin aller Zeiten" und sprach von einem "tragischen Verlust". Am Abend versammelten sich an der Polizeisperre vor dem Haus von Winehouse immer mehr Fans und Schaulustige. Einige legten Blumen nieder.
Unterdessen soll Winehouses Vater Mitch von einer Reise nach New York zurückgekehrt sein, wo er eigentlich ein Konzert geben sollte. Mitch Winehouse hatte vergangenes Jahr seine erste Platte als Swingsänger herausgebracht. Ein Sprecher kündigte an, dass die Familie zu gegebener Zeit eine Stellungnahme abgeben werde.
Mit ihrem frühen Tod ist Amy Winehouse Mitglied des tragischen "Club 27" geworden - eine aus der Gruppe hoch talentierter junger Musiker, die mit dem Ruhm und ihren extremen Gefühlen nicht zurecht kamen und im Alter von 27 Jahren starben. Sie steht damit an der Seite von Ikonen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison und Kurt Cobain. Die zerbrechliche Sängerin mit der rauchigen Stimme dürfte ebenfalls zur Legende aufsteigen - und viele meinten schon kurz nach der Todesnachricht, das habe sie verdient.
Winehouse galt vielen als derzeit beste Soul-Sängerin. Zu ihren Hits zählte unter anderen "You Know I'm No Good". Nach einer Krise wegen Drogenproblemen hatte sie sich 2008 bei der 50. Grammy-Verleihung mit gleich fünf Auszeichnungen eindrucksvoll zurückgemeldet. Winehouse' Debütalbum "Frank" bescherte ihr bereits große Aufmerksamkeit und wurde in Großbritannien mit dreimal Platin bedacht. Ihr zweites Album "Back to Black" wurde als "CD des Jahres" ausgezeichnet, der dazugehörige Hit "Rehab" als "Song des Jahres". Weitere Grammys bekam die Britin als "Beste Neue Künstlerin", für das beste Pop-Album und für ihren Gesang bei "Rehab".
2009 war die exzentrische Soul-Diva nach zwei Jahren stürmischer Ehe im Schnellverfahren von ihrem wegen Körperverletzung und Justizbehinderung inhaftierten Mann Blake Fielder-Civil geschieden worden. Ihr Vater Mitch hatte wiederholt besorgt über ein "langsames und schmerzhaftes Sterben" seiner Tochter gesprochen.
Quelle: AFP , dapd , dpa
Jost schrieb:
am 24. Juli 2011 um 19:22:53
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Emy
Sie war die Janis Joplin des 21.Jahrhuderts. Gewisse Parallelen sind
durchaus erkennbar. Schade drum.
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Mike schrieb:
am 24. Juli 2011 um 19:14:39
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R.I.P Amy
Es tut mir sehr leid eine tolle Stimme. Das einzige was man noch sagen sollte ist das sie nicht die Möglichkeit hatte
festzustellen einen großen fehler gemacht zu haben mit dem Alkohol und den Drogen. Auch wenn der Körper es in der Jugend anscheinend ohne Fogen mitmacht, verzeihen tut er das nie. Vieleicht erkennt der ein oder andere das es Folgen hat und dann war ihr Tot nicht ganz so sinnlos wie es jetzt den Anschein hat!
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nora schrieb:
am 24. Juli 2011 um 19:10:35
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amy's tod
...╥
.╞╬╡....Ein
...║.....Stiller
...╨.....Gruß
Ruhe in Frieden, Amy Winehouse. Deine Stimme wird für immer weiterleben.
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