14.04.2008, 09:34 Uhr | dpa/sgü/AE/bas
Kinderarzt lehnt Spende von Bruni-Nacktfoto ab. (Foto: Michel Comte)Der Erlös der Versteigerung eines 15 Jahre alten Aktfotos von Carla Bruni sollte einem guten Zweck zugutekommen. Doch der in Kambodscha arbeitende Kinderarzt Beat Richner lehnte die 91.000 Dollar (knapp 58.000 Euro) dankend ab, wie das Onlinemagazin "Focus" berichtete. Dafür hatte der Arzt auch plausible Gründe parat: "Ich habe meine Entscheidung aus Respekt gegenüber unseren Patienten und ihren Müttern getroffen. Geld zu akzeptieren, das von der Ausbeutung des weiblichen Körpers herkommt, würde als eine Beleidigung ihrer Gefühle und ihrer Armut wahrgenommen werden." Das Auktionshaus Christie´s hatte ursprünglich nur mit 3.000 bis 4.000 Dollar für das Bild gerechnet.
Taktvolle Absage
Die Aufnahme aus Brinus Zeiten als Model stammt aus dem Besitz des deutschen Kunstsammlers Gert Elfering. Und weil die Schlagzeilen im Vorfeld die Gebote in die Höhe trieben, hatte Elfering sich dafür entschieden, den Erlös aus der Versteigerung zu spenden. Doch er wird das Geld nicht los - jedenfalls nicht beim Kinderarzt Richner, da die Kambodschaner und die Regierung in Bruni auch "die erste Dame Frankreichs" sehen würden. Aus Sicht der Kambodschaner wäre es "eine "Respektlosigkeit" gewesen, die Spende anzunehmen. Nun soll die in der Schweiz ansässige Firma Sodis die Spende bekommen - sie liefert ökologisch aufbereitetes Trinkwasser für Entwicklungsländer.
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Die Première Dame mit ihrem Ehemann, dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. (Foto: dpa)Wert auf 2500 Euro geschätzt
Carlas Foto stammt - genau wie die 135 anderen Werke, die am 10. April den Besitzer wechselten - aus der privaten Fotosammlung des Unternehmers Gert Elfering. Bei den Kunststücken handelt es sich vornehmlich um Aktfotografien von Berühmtheiten wie Brigitte Bardot, Gisele Bündchen und Kate Moss. Der Wert aller Stücke wird auf zwei bis drei Millionen US-Dollar geschätzt. Der Verkaufswert von Carlas Foto wird auf etwa 2500 Euro geschätzt.
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Unklarheit über Carlas Nachnamen
Unterdessen herrscht weiterhin Verwirrung um den Nachnamen der Präsidentengattin. Nachdem der Élysée zunächst mitgeteilt hatte, dass die italienische Sängerin seit ihrer Hochzeit mit Nicolas Sarkozy ausschließlich dessen Nachnamen trage, ließ die Betroffene nun wissen, dass sie auf dem Doppelnamen Bruni-Sarkozy bestehe. Diese Bitte sei den britischen Behörden kurz vor dem geplanten London-Besuch des französischen Präsidenten offiziell übermittelt worden, berichtete "Le Parisien" am Dienstag.
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"Ehefrau bis in den Tod"
In ihrem ersten Interview nach der Heirat mit dem französischen Präsidenten sang Carla ein Loblied auf Werte wie Ernsthaftigkeit und Treue: "Ich bin von der italienischen Kultur geprägt, und ich würde mich nicht gerne scheiden lassen. Ich bin also die First Lady bis zum Ende des Mandats und seine Ehefrau bis in den Tod," sagte die französische First Lady im Gespräch mit dem Pariser Nachrichtenmagazin "L'Express". Obgleich die französische Presse in den Wochen vor der Hochzeit beständig gemeldet hatte, Carla Bruni würde vor der Hochzeit mit Sarkozy einen Rückzieher machen, hat sie sich am 2. Februar im Pariser Élysée-Palast doch getraut.
dpa/sgü/AE/bas
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