08.09.2011, 09:52 Uhr | mth
Mit John Milius' brachialem Fantasy-Spektakel "Conan der Barbar" gelang 1982 Arnold Schwarzenegger der große Durchbruch als Hollywoodstar. Zwei Jahre später presste der Österreicher dann seine Muskelmassen erneut in den Lendenschutz und schwang in "Conan der Zerstörer" noch einmal den Zweihänder. Ein geplanter dritter Teil, zu dem John Milius schon das Drehbuch verfasst hatte, verschwand unverfilmt in den Schubladen der Filmbosse. Im Zuge der Welle erfolgreicher neuerer Streifen von "300" bis "Kampf der Titanen", die sich wieder verstärkt am Fundus von Sagenwelt und Low Fantasy bedienen, erfährt nun auch der bekannte Barbar sein Leinwand-Comeback. In Schwarzeneggers übergroße Fußspuren schlüpft nun Jason Momoa ("Stargate Atlantis").
Und darum geht's: Schon früh entscheidet sich das Schicksal des jungen Conan. Er wird auf dem Schlachtfeld geboren, auf dem seine Mutter stirbt und von seinem Vater Corin (Ron Perlman) schon als kleiner Junge zum unerbittlichen Krieger erzogen. Als sein Heimatdorf von dem grausamen Warlord Khalar Zym (Stephen Lang) angegriffen wird, muss Conan hilflos mit ansehen, wie Corin von blutrünstigen, skrupellosen Horden getötet wird. Er selbst überlebt das schreckliche Ereignis, doch der Tod seines Vaters, lässt ihn nicht mehr los. Viele Jahre später ist aus dem einfachen Jungen aus Hyboria ein Krieger mit einem Körper aus Stahl geworden. Und der hat nur einen Gedanken: Er will Rache.
Als Conan in einer Spelunke einen der Schergen von Khalar Zym wiedererkennt, beschließt er aufzubrechen, um den Mörder seines Vaters zu finden und zur Strecke zu bringen. Schnell muss er jedoch erkennen, dass es um mehr geht als nur um seinen persönlichen Wunsch nach Vergeltung und die Suche nach Gerechtigkeit. In einem fast aussichtslosen Kampf gegen unmenschliche Feinde und übermächtige Monster scheint Conan die einzige Hoffnung für die mythische Welt Hyboria zu sein. Er allein kann die Bevölkerung retten und das Überleben aller sichern. Dafür muss er sich jedoch Gegnern und Herausforderungen stellen, die er niemals für möglich gehalten hätte...
Jason Mamoa, 31-jähriger Hawaiianer, dürfte TV-Fans hierzulande aus den Serien "Baywatch" und "Stargate Atlantis" bekannt sein . "Conan" bedeutet für ihn die erste Hauptrolle in einer großen Hollywood-Produktion. Ob diese für ihn einen ähnlichen Durchbruch bedeutet wie vor rund 30 Jahren für seinen Vorgänger Arnold Schwarzenegger, das bleibt abzuwarten. War damals doch mit John Milius und seinem Co-Autor Oliver Stone echte Kinokompetenz für Regie und Drehbuch verantwortlich. Jetzt hat der Frankfurter Marcus Nispel auf dem Regiestuhl Platz genommen. Und der hat sich bislang mit den Horror-Remakes zu "Texas Chainsaw Massacre" und "Freitag der 13." nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Immerhin konnte Nispel mit seinem "Pathfinder - Fährte des Kriegers" bereits Erfahrungen mit schwertschwingenden Berserkern sammeln.
Filmstart: 8. September 2011
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Quelle: t-online.de
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