21.05.2008, 09:24 Uhr | Birgit Aßmann
Bully sucht starke Männer (Foto: ProSieben)Drei Juroren, zwölf Menschen, die um eine Filmrolle buhlen und eine kleine Halle mit Zuschauern: Irgendwie kommt einem das bekannt vor. Dienstag Abend auf ProSieben war es nun soweit – Bully Herbig wurde bei „Bully sucht die starken Männer“ endlich fündig und konnte die Rollen von Gnorm, Urobe, Ulme, Faxe, Tjure und Snorre besetzen. Denn wie anders wohl konnte er in diesen Zeiten seine Schauspieler für sein neues Filmprojekt an Land ziehen, als durch ein Casting? Jeweils zwei Finalisten mussten ihr Können vor der Jury und einem Live-Publikum beweisen. Und das war ja so schwer, denn Bully und seine zwei Mitstreiter – Rita Serra-Roll und Jürgen Vogel – betonten unaufhörlich: „Ihr seid alle so gut. Ich bin froh, dass ich das nicht allein entscheiden muss“. Letztendlich trafen sie doch eine Wahl und schickten die schlechteren Darsteller mit einem letzten Abgangs-Applaus nach Hause. Nun können also die Dreharbeiten zu „Wickie und die starken Männer“ beginnen - ob die Möchtegern-Schauspieler aus diesem Casting eine Aufwertung des Streifens sind, bleibt abzuwarten.
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Casting-Kandidaten als Wikinger. (Foto: ProSieben)Eine winzige Bühne bot die Kulisse dieses Wikinger-Castings auf der die Schauspiel-Anwärter eine Geschichte rund um die berühmt-berüchtigten Wikinger nachspielen mussten - ein ebenfalls winziges Publikum diente als moralische Unterstützung und applaudierte, was die wenigen Hände hergaben. Natürlich musste bei diesem Casting ein Geschichtenerzähler her, der in einem alten Ohrensessel lehnte und ein großes altes Buch auf seinen Knien balancierte, während er mit gelassener Opi-Stimme dem Bühnen-Treiben einen Rahmen gab. Und hier hatten Bully und Co. einen großen Namen aufgetan und Christoph Maria Herbst im Sessel platziert. Auch die Kostüme stimmten - ein Lob an die Maskenbildner, die die Kandidaten perfekt zurecht gemacht hatten. Ulme, Snorre und all die anderen „Wikinger“ konnten dem Vergleich mit den berühmten Zeichentrick-Figuren bestens standhalten. Das Drumherum stimmte also, die Auswahl konnte losgehen.
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Die kleinen Geschichten, die nachgespielt wurden plätscherten so dahin und die Schauspielkunst der Darsteller ließ auch nach Wochen der Vorbereitung teils sehr zu wünschen übrig. Kein Wunder, dass die Auswahl für Bullys Jury einfach schwer war, denn die Frage musste wohl teilweise lauten: Für welches geringere Übel entscheidet man sich? Komisch war weder die Geschichte, noch waren es die zukünftigen Wikinger. Da konnte auch Otto Waalkes nicht weiter helfen, der in einer der Szenen als Sensemann daher kam und ein paar Lacher beim Publikum herauskitzelte. Am Ende saßen sechs glückliche Darsteller auf ihren Regiestühlen und zeigten einen Gesichtsausdruck, der nur eines aussagte: Jippie, ich bin bei „Wickie und die starken Männer dabei“. Sie waren also zufrieden, dass es endlich vorbei war und die Zuschauer waren es gewiss auch. Und wie bei jedem Casting üblich, stürmten die Sieger zum Schluss die Bühne und ließen sich vom Publikum gehörig feiern, während die Gruppe Black Fööss mit der Titel-Melodie von „Wickie“ allen noch mal richtig einheizte. Klappe, Szenen gestorben - Gott sein Dank, es war vorbei.
Birgit Aßmann
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