22.09.2011, 08:31 Uhr | kranki/mth
Als Polizist in einem kleinen irischen Kaff kümmert man sich um Kneipenschlägereien, um kleine Diebstähle und vielleicht einen Nachbarschaftsstreit. Ein geheimnisvoller Mord und ein millionenschwerer Drogenfund fallen nicht in den überschaubaren Aufgabenbereich. Dafür hätte Gerry Boyle (Brendan Gleeson) auch wirklich keine Zeit. Der Cop in dem Städtchen an der Westküste Irlands hat nämlich nicht nur einen eigenwilligen Humor, sondern noch dazu eine todkranke Mutter und einen unübersehbaren Hang zu Prostituierten. Wie soll er sich da um den Toten in einer Ferienwohnung kümmern? Sein neuer Assistent dagegen sieht mit diesem Fall seine große Chance gekommen, ein echtes Gewaltverbrechen aufzuklären. Doch erst als das FBI auf der Matte steht, sind Gerrys beschauliche Tage endgültig gezählt.
Nach Meinung des FBI-Agenten Wendell Everett (Don Cheadle) wird der Küstenort in den nächsten Tagen zum Schauplatz eines Rauschgifttransports im Wert von 500 Millionen Dollar. Mit dieser Aussage bringt er alle in Aufruhr. Selbst Gerry muss von seinem langweiligen Dasein als Kleinstadtpolizist Abschied nehmen und sich in den aufregenden Kampf gegen das Verbrechen stürzen. Dabei bekommt er es mit erpresserischen Prostituierten und gekauften Kollegen zu tun. Schnell muss Gerry deshalb feststellen, dass er sich auf niemanden verlassen kann - auf niemanden, bis auf Everett. Aber sind ein westirischer Provinz-Cop und ein ehrgeiziger amerikanischer Superagent wirklich ein gutes Team?
Der Zusammenprall von Kulturen und schrägen Persönlichkeiten kann entweder herrlich lustig oder einfach nur peinlich werden. Vor allem dann, wenn die Charaktere wie Schablonen wirken und sich zu reichlich aus dem Klischeetopf bedient wird. Mit "The Guard - Ein Ire sieht schwarz" schafft Regisseur John Michael McDonagh ("The Second Death") jedoch den schwierigen Drahtseilakt. Dies ist vor allem den beiden Schauspielern zu verdanken, die in der bissigen Komödie als perfektes unperfektes Doppel agieren. Brendan Gleeson und Don Cheadle geben die eigenwilligen Helden, die alle gängigen Vorurteile bestätigen und trotzdem nie in die Albernheit abdriften. Ihr unkonventioneller, authentischer Witz ist es, der diesen Film trägt.
John Michael McDonagh ist übrigens der Bruder von "Brügge sehen... und sterben?"-Regisseur Martin McDonagh. Das Händchen für skurrile Charaktere und Situationen sowie schwarzen Humor mit einer Prise Melancholie wurde den McDonagh-Brüdern also anscheinend in die Wiege gelegt. Dazu konnte auch John Michael auf den irischen Vollblutmimen Brendan Gleeson zurückgreifen, dem die Figur des Gerry Boyle auf den fülligen Leib geschrieben zu sein scheint. Prominente Unterstützung gibt es nicht nur von Hollywoodstar Don Cheadle ("Ocean's Eleven"), sondern auch von Vorzeigebösewicht Mark Strong ("Sherlock Holmes", "Robin Hood"), der einmal mehr den charismatischen Fiesling gibt.
Kinostart: 22. September 2011
Sind Sie bei Facebook? Werden Sie ein Fan von t-online.de!
Quelle: t-online.de
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten
Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Der Clip mit dem Topmodel sorgt für Furore im Netz. zum Video