01.12.2011, 17:05 Uhr | dpa
Der Schriftsteller Hermann Kant (85, "Die Aula") hat sich erschüttert über die Nachricht vom Tod seiner Kollegin Christa Wolf gezeigt. "Es ist ein trauriger Tag für die deutsche Literatur, die Literatur überhaupt und für alle, die an dieser deutschen Literatur mitgewirkt haben", sagte Kant am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.
Wolf, die im Alter von 82 Jahren starb, sei zweifellos eine bedeutende deutsche Schriftstellerin. "Mich erfüllt auch eine große Traurigkeit darüber, dass wir in einem Gespräch nicht mehr manches klären konnten. Ich hätte mich gerne mit ihr nochmal verständigt."
Kant galt gewissermaßen als der Gegenpol Wolfs in der DDR-Literatur, vor allem, als er einflussreicher Präsident des DDR-Schriftstellerverbandes war. Er erinnerte auch an die Zeiten "unserer frühen schriftstellerischen Jugend, als wir eigentlich befreundet waren - und wir sind später dann nicht fertig geworden mit den Konflikten, die aus den Großkonflikten auch für uns entstanden".
Quelle: dpa
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