25.10.2010, 14:19 Uhr | bas
Die erst neunjährige Laura Rieger begeisterte die Jury. (Foto: RTL)
Bei fast 47.000 Bewerbern hatte die Jury von „Das Supertalent“ wirklich wieder alle Hände voll zu tun, an einem Abend die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch die sechste Folge der aktuellen Staffel bei RTLs Castingshow ließ talentfreie Lebenskünstler auf hochqualifizierte Könner und Selbstdarsteller treffen: Und hierbei hatten in beiden Fällen die Sänger die Nase vorn.
Die eindeutigen Highlights des „Supertalent“-Samstags waren die neunjährige Laura Rieger, die sogar einen selbst geschriebenen Song zum besten gab. Die süße, äußerst selbstbewusste junge Dame schmetterte ihr eigenes Lied „Liebesschmerz“ - mit ungeahnt voller Stimme und absolut eigenem Stil. Keck und frech hüpfte das Energiebündel umher und ließ die Herzen des Publikums höher schlagen. „Ein Wunderkind“, urteilte Dieter Bohlen beeindruckt. Auch die 15-jährige Ramona Fottner zog Dieter Bohlen, Bruce Darnell und Sylvie van der Vaart in den Bann. Sie präsentierte sich eindeutig schüchterner als ihre sechs Jahre jüngere Konkurrenz. „Ich bin schüchtern und werde bestimmt auf der Bühne ohnmächtig“, kündigte die junge Sängerin noch vor ihrem Auftritt an. Doch sie blieb standhaft und überzeugte mit ihrem Ausnahmetalent. Während Bruce die blutjunge Ramona in den Himmel lobte, forderten Sylvie und Dieter Bohlen mehr Ausstrahlung und eigene Persönlichkeit. Doch nach der Sendung äußerte der Poptitan offen und ehrlich seine Meinung: „Sie ist ein Ausnahmetalent, exorbitant gut.“
Eine ganz besondere Persönlichkeit lieferte die 38-jährige Eva-Luisa, die der ganze Nation ihr Gesangstalent verkaufen wollte. Doch bevor es zum wesentlichen Teil des Abends kam, legte die unscheinbare Enddreißigerin einen Seelen-Streaptease hin: Sie arbeitet nach eigenen Angaben im Callcenterbereich, was soviel hieß, dass sie hauptberuflich am Sex-Telefon Männer glücklich macht. Doch bei ihrer schrägen Gesangseinlage konnte man nur sagen: „Schuster bleib bei Deinen Leisten“, oder „Evi bleib bei Deinem Stöhnen. Dabei hatte Eva-Luise noch vor ihrem Auftritt beteuert: „ Das A und A ist meine Stimme“. Doch in diesem Falle bleib doch besser bei den langgezogenen „O´hhhs“. Wie auch Bohlen ungeniert feststellte: Wenn Du Leute beim Orgasmus verzögern willst, musst Du singen“. Ein harter Spruch, doch leider mit mehr als einem Quentchen Wahrheit.
Die Talentlosigkeit der Erotik-Eva teilte der selbstherrliche Rolf Marggraf, seines Zeichens großkotziger Lebemann mit falscher Selbstwahrnehmung. Der 69-Jährige mit silbergrauer Lockenmähne hat nach eigenen Angaben immerhin 86 Titel von Roger Whittaker auf Lager und hat in seinem „jungen“ Alter noch hohe Ziele: Die ganz große Gesangskarriere starten und bei „Das Supertalent“ unter die besten zehn zu kommen. Und Marggraf schaffte tatsächlich einen absoluten Rekord: nach 1,23 Sekunden ertönte der erste Buzzer und warf den siegesbewussten älteren Herrn aus dem Rennen. Dabei hatte der fast Siebziger Dieter Bohlen auf eine baldige Nachbarschaft auf der Deutschen liebsten Insel Mallorca angedroht – ein echtes Beispiel, wie schnell Träume und Egos platzen können. Genauso untalentiert und von sich eingenommen war die rassige Ana Rita Weidenbach aus Darmstadt. Doch das wirklich hervorstechende an der 18-Jährigen war leider nicht das glockenklare Stimmchen sondern die naturbelassene XXL-Oberweite. Hätte ihre Stimme nur ein annähernd ähnliches Ausmaß gehabt wie ihre Brust, hätte aus dem „Supertalent“ noch etwas werden können.
Viel Tamtam um eine Menge zerbrochenes Glas gab es bei dem beeindruckenden Harry Keaton, der sich in dieser „Supertalent“-Folge nicht mit Singerei auf der Bühne präsentierte. Zumindest versuchte der Illusionist nicht, sich mit tollem Gesang zu beweisen: Sein Stimm-Talent diente ihm ausschließlich dazu, diverse gläserne Gefäße oder Fensterscheiben zerbersten zu lassen. Mit schriller Stimme zersang Keaton allerdings nicht nur Gläser und Scheiben. Er brache mit seinem Gesang sogar eine Flasche dazu, ihre Form zu verändern. Unglaublich, aber wahr – und beim nächsten Mal werde er neue, tolle Tricks auf Lager haben. Das ließen sich Dieter Bohlen und Co. nicht zweimal sagen und schickten den Illusionisten in die nächste Runde. Die sexy junge Frau Alla Klyshta brauchte keine Scherben für ihr „Supertalent“-Glück: Die 25-Jährige ließ an ihrem durchtrainierten Körper die Hoola Hoop Reifen kreisen und machte sogar Dieter Bohlen ganz nervös: „Da wäre ich gerne einer der Reifen“. Und die heiße Kombination aus unwiderstehlicher junger Frau und einem unglaublich dynamischen Auftritt brachte Klyshta in die nächste Runde.
Glücklicherweise hatte also nicht jeder Kandidat etwa mit Gesang zu tun – und somit konnten einige mit außergewöhnlichen Talenten glänzen. Der 40-jährige Anthony Wandruschka schaukelte als Trapezkünstler in 12 Meter Höhe über der Bühne und stürzte bei einem waghalsigen Sprung ab – eine gute Showeinlage mit Schockeffekt bei den entgeisterten Juroren. Für wesentlich weniger Aufregung sorgte die schöne Natalya, die hinreißende Bilder malte – und auch wieder zerstörte. Mit Sand rieselte sie die gefühlvollsten Abbildungen zusammen, verteilte die winzigen Körner, malte mit den Händen Linien und ließ Formen und Personen auf der Malunterlage entstehen. Bohlen philosophierte nach dem Auftritt eine Weile über die Vergänglichkeit im Leben und schickte sie dann in die nächste Runde. Für ganz besondere Klänge sorgte Petr Spatina mit seiner beeindruckenden Gläser-Harfe. Verschiedene Lieder gab er auf seinen zerbrechlichen Instrumenten zum Besten, der von einem Freund auf der Gitarre begleitet wurde. Und der Auftritt hatte ungeahnten Erfolg: In ungeahnter Geschwindigkeit strich er Gläser-Virtuose Spatina über die Glasränder und entlockte ihnen wundervolle Töne. Selbst ein Dieter Bohlen ließ sich zu gefühlvollen Aussagen hinreißen: „Es war ganz fantastisch. Es geht wirklich ans Herz und der Gitarrist ist der Beste, den ich in dieser Staffel gesehen habe.“ Ein solch uneingeschränktes Lob ist von Bohlen nur selten zu hören, und war in diesem Falle tatsächlich angebracht.
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Quelle: t-online.de
PEACE schrieb:
am 24. Oktober 2010 um 16:06:17
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super Talent
Ich finde singen ist zwar auch ein Talent, aber hier in dieser Sendung wimmelt es ja nur von schlechten bis mittelguten
Sängern. Für mich ist dies Laura auch kein Wunderkind, wenn sie wie Sylvie schon sagt Sängerin werden will und nicht auf Musik singen kann!Eine Hammerstimme hat sie auch nicht !
Sie sollte lieber noch warten und Gesangsunterricht nehmen
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michaeltausu schrieb:
am 24. Oktober 2010 um 15:29:06
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super, super, super
Auch wenn es offensichtlich dem intellektuellen Anspruch der hier kommentierenden nicht genügt, halte ich diese Show
für das Beste, was wir momentan an Unterhaltung im TV haben. Bohlen ist trotz Sarkasmus um kompetente, sachliche Bewertung bemüht. Die Kinder erfüllen sich zum Teil einen Herzenswunsch wenn sie auftreten dürfen. Wer hier nach dem Gesetzgeber oder Jugendschutz ruft, ist wohl aus der Ostzone oder Rentner.
Die Kameraführung ist allerdings unzumutbar.
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Hosenpup schrieb:
am 24. Oktober 2010 um 15:25:48
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alt-klug-kids
So alt-klug Kids sind echt ekelig,also wenn das n Wunderkind sein soll,dann gute Nacht...guten Tag
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